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Sommer 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Dorf am Attersee, um bei dem Wiener Trafikanten (Tabakhändler) Otto Trsnjek, einem Kriegsinvaliden aus dem Ersten Weltkrieg, in die Lehre zu gehen. Zu den Stammkunden des Tabakladens zählt auch Sigmund Freud. Als der Junge im Prater die drei Jahre ältere böhmische Varietétänzerin Anezka kennenlernt und sich unglücklich in die lebenslustige junge Frau verliebt, sucht er Rat bei dem greisen Begründer der Psychoanalyse – muss aber feststellen, dass diesem das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso grosses Rätsel ist wie ihm selbst. Während Franz dennoch entschlossen ist, um seine Liebe zu kämpfen, wird er unaufhaltsam in den Strudel der politischen Ereignisse gezogen. Er wird zum Zeitzeugen des Hitler-Faschismus, der seit dem "Anschluss" Österreichs an das "Deutsche Reich" im März 1938 in Wien besonders fürchterlich wütet und dem der überzeugte Antifaschist Trsnjek schliesslich zum Opfer fällt. Am 4. Juni 1938 muss auch der mittlerweile 82-jährige Jude Sigmund Freud seine Vaterstadt und sein Heimatland fluchtartig verlassen. Niklaus Leytners Verfilmung des 2012 erschienenen gleichnamigen Bestsellers von Robert Seethaler – der österreichische Schriftsteller ist immer wieder auch als Schauspieler tätig, beispielsweise in...

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Sommer 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Dorf am Attersee, um bei dem Wiener Trafikanten (Tabakhändler) Otto Trsnjek, einem Kriegsinvaliden aus dem Ersten Weltkrieg, in die Lehre zu gehen. Zu den Stammkunden des Tabakladens zählt auch Sigmund Freud. Als der Junge im Prater die drei Jahre ältere böhmische Varietétänzerin Anezka kennenlernt und sich unglücklich in die lebenslustige junge Frau verliebt, sucht er Rat bei dem greisen Begründer der Psychoanalyse – muss aber feststellen, dass diesem das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso grosses Rätsel ist wie ihm selbst. Während Franz dennoch entschlossen ist, um seine Liebe zu kämpfen, wird er unaufhaltsam in den Strudel der politischen Ereignisse gezogen. Er wird zum Zeitzeugen des Hitler-Faschismus, der seit dem "Anschluss" Österreichs an das "Deutsche Reich" im März 1938 in Wien besonders fürchterlich wütet und dem der überzeugte Antifaschist Trsnjek schliesslich zum Opfer fällt. Am 4. Juni 1938 muss auch der mittlerweile 82-jährige Jude Sigmund Freud seine Vaterstadt und sein Heimatland fluchtartig verlassen. Niklaus Leytners Verfilmung des 2012 erschienenen gleichnamigen Bestsellers von Robert Seethaler – der österreichische Schriftsteller ist immer wieder auch als Schauspieler tätig, beispielsweise in Paolo Sorrentinos "Youth", aber auch hier in einer Nebenrolle – ist ein grossartiges Historiendrama über die dunkelste Epoche Europas und eine Ode an Freundschaft, Solidarität und Menschlichkeit in Zeiten der Barbarei. Leytner, bisher vor allem durch zahlreiche TV-Krimis wie "Der Bulle von Tölz" und "Landkrimi" bekannt geworden, beweist hier eindrücklich seine Fähigkeiten für die grosse Kinoleinwand. Mit der Besetzung des Parts von Sigmund Freud durch den grossen Bruno Ganz ist ihm ein Coup gelungen. Der mittlerweile 77-jährige Zürcher beweist hier einmal mehr seine virtuose Wandlungsfähigkeit und seine Gabe, schlechthin jede Figur perfekt zu verkörpern.  

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Ort:

Kinok, Lokremise, Grünbergstrasse 7, St. Gallen,

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