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KINO & VINO im Orfeos Erben

KINO & VINO im Orfeos Erben Orfeos Erben Kino & Kantine Tickets
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Orfeos Erben Kino & Kantine, Frankfurt am Main, DE


„Die göttliche Ordnung“ – ein Film von Petra Volpe mit Marie Leuenberger Kamera: JudithKaufmann. Filmmusik: Annette
Focks.
2018 feiert Deutschland 100 Jahre Frauenwahlrecht, die Schweiz dagegen liegt mit dessen Einführung 1971 an
drittletzter Stelle in Europa. Die Regisseurin und Drehbuchautorin Petra Volpe inszenierte aus den Kämpfen der
Schweizer Frauen um das Stimmrecht einen liebevollen und kampflustigen Spielfilm, der unzweifelhaft zeigt: das
Private ist politisch. Auf die Frage, warum jetzt gerade dieser Film, verweist Regisseurin und Drehbuchautorin Petra Volpe auf die aktuelle Erhebung „The best and worst places to be a working woman“ des The Economist. In dieser Auswertung
zur Gleichberechtigung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt liegt die Schweiz an viertletzter Stelle. Mit viel Zeitgefühl führt Volpe in ein beschauliches Dorf im Schweizer Appenzell des Jahres 1971. Die junge Nora führt mit Hans eine liebevolle Ehe und kümmert sich um die zwei schulpflichtigen Söhne. Als sie wieder arbeiten gehen will, sind die männlichen Familienmitglieder, einschließlich Schwiegervater und Schwager, strikt dagegen. Als Hans dann noch auf das Schweizer Recht verweist, dass dem Mann die

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„Die göttliche Ordnung“ – ein Film von Petra Volpe mit Marie Leuenberger Kamera: JudithKaufmann. Filmmusik: Annette
Focks.
2018 feiert Deutschland 100 Jahre Frauenwahlrecht, die Schweiz dagegen liegt mit dessen Einführung 1971 an
drittletzter Stelle in Europa. Die Regisseurin und Drehbuchautorin Petra Volpe inszenierte aus den Kämpfen der
Schweizer Frauen um das Stimmrecht einen liebevollen und kampflustigen Spielfilm, der unzweifelhaft zeigt: das
Private ist politisch. Auf die Frage, warum jetzt gerade dieser Film, verweist Regisseurin und Drehbuchautorin Petra Volpe auf die aktuelle Erhebung „The best and worst places to be a working woman“ des The Economist. In dieser Auswertung
zur Gleichberechtigung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt liegt die Schweiz an viertletzter Stelle. Mit viel Zeitgefühl führt Volpe in ein beschauliches Dorf im Schweizer Appenzell des Jahres 1971. Die junge Nora führt mit Hans eine liebevolle Ehe und kümmert sich um die zwei schulpflichtigen Söhne. Als sie wieder arbeiten gehen will, sind die männlichen Familienmitglieder, einschließlich Schwiegervater und Schwager, strikt dagegen. Als Hans dann noch auf das Schweizer Recht verweist, dass dem Mann die Entscheidungshoheit über die Tätigkeit seiner Ehefrau gibt, ist Nora erschüttert und beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen. Über dessen mögliche Einführung werden jedoch ausschließlich die Männer abstimmen…
„Solange die Frauen nicht stimmen können, ist die Schweiz keine Demokratie.“
Obwohl das nationale Stimmrecht für alle Frauen am 7. Februar 1971 eingeführt wurde, erhielten die Appenzell-
Innerrhoderinnen das kantonale Stimmrecht erst nach einer Entscheidung des Bundesgerichts 1990. Die „männliche Ordnung“ des Schweizer Eherechts gab dem Mann als Oberhaupt der Familie bis 1988 die Erlaubnis, entscheiden zu dürfen, ob die Ehefrau arbeiten gehen darf oder nicht. Warmherzig inszeniert, verweist der Film mit Humor
und schwungvollen Bildern, auf die gerade auch heute wichtige Erkenntnis, dass das individuelle Leben nicht
außerhalb politischer Strukturen stattfindet. Der kraftvoll präsentierte solidarische Kampfgeist der Frauen macht
Lust darauf, sich weiterhin für Feminismus und Gleichberechtigung stark zu machen.
 

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Veranstalter

Bürgerinstitut e.V.

Vorverkauf

9,00 € ohne Verzehr im Kino und Restaurant

Zum Vorverkauf

Infos

Ort:

Orfeos Erben Kino & Kantine, Hamburger Allee 45, Frankfurt am Main, DE

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