Buchvernissage
Ein junger Dichter revolutioniert mit 22 Jahren die Schweizer Lyrik. Seine Gedichte handeln nicht von Alpen und Alpwiesen, sondern vom Leben in der Stadt. Er verweigert den Militärdienst aus pazifistischer Überzeugung, landet im Gefängnis, schreibt dort einen seiner wichtigsten Gedichtbände. Jahrzehnte später macht diese Neuausgabe das Werk Albert Ehrismanns wieder zugänglich. An der Vernissage spricht Herausgeber Thomas Dütsch über einen fast vergessenen Erneuerer der Schweizer Literatur. Schauspielerin Eva Maropoulos lässt seine zeitlos modernen Gedichte wieder lebendig werden. Moderation: Bernhard Echte
Albert Ehrismann (1908–1998) war ein Zürcher Lyriker. Im Zentrum seines umfangreichen Werks standen mehr als zwanzig Gedichtbände, daneben schrieb er unter anderem für das Cabaret Cornichon, den Nebelspalter und verschiedene Bühnenprojekte. 1940 erhielt er den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis, 1978 den Literaturpreis der Stadt Zürich. Thomas Dütsch veröffentlichte neben seiner Tätigkeit als Lehrer und Sprachdozent Gedichte in renommierten Literaturzeitschriften und Zeitungen. Für seine beiden Lyrikbände Windgeschäft (2001) und Weißzeug (2011) erhielt er Anerkennungsgaben des Kantons bzw. der Stadt Zürich.