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Keine Postkartenpoesie

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Lettrétage, DE

Drei sehr unterschiedliche Autor*innen aus Österreich und Deutschland lesen aus ihren aktuellen Werken. Was sie gemeinsam haben: In ihren Texten loten sie die Abgründe des Zwischenmenschlichen aus, versuchen in Sprache zu fassen, was im Leben meist ungesagt oder unsagbar bleibt. Das Ergebnis: ein Erzählband, eine Lyriksammlung, ein Roman. Alles, außer Postkartenpoesie, also.

Annette Wenner liest aus der Titelgeschichte ihres Erzählbands "Verloren Wasser". Diese handelt von einem Jungen, der mit seiner Mutter in einem südfranzösischen Dorf heranwächst. Die Feindseligkeiten und frühen Verletzungen, die ihm dort widerfahren, erklärt er zu einem globalen Komplott, gegen das er sich mit seinem Malen und Schreiben zu widersetzen versucht. Nunmehr Anfang fünfzig, hat er ein Werk aus Bildern und Aufzeichnungen geschaffen – Chronologie eines Entgleitens der Welt.

Raoul Eisele liest aus seinem Buch “morgen glätten wir träume“ sowie neue Texte aus dem Projekt “Fangnetze an Land oder 18km“. Das klingt dann zum Beispiel so: "wenn deine wortarchitektur postkartenpoesie baut // schickst du mir satzperioden // um an platten[bauten] zu kratzen // damit auch verborgene tonspuren

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Drei sehr unterschiedliche Autor*innen aus Österreich und Deutschland lesen aus ihren aktuellen Werken. Was sie gemeinsam haben: In ihren Texten loten sie die Abgründe des Zwischenmenschlichen aus, versuchen in Sprache zu fassen, was im Leben meist ungesagt oder unsagbar bleibt. Das Ergebnis: ein Erzählband, eine Lyriksammlung, ein Roman. Alles, außer Postkartenpoesie, also.

Annette Wenner liest aus der Titelgeschichte ihres Erzählbands "Verloren Wasser". Diese handelt von einem Jungen, der mit seiner Mutter in einem südfranzösischen Dorf heranwächst. Die Feindseligkeiten und frühen Verletzungen, die ihm dort widerfahren, erklärt er zu einem globalen Komplott, gegen das er sich mit seinem Malen und Schreiben zu widersetzen versucht. Nunmehr Anfang fünfzig, hat er ein Werk aus Bildern und Aufzeichnungen geschaffen – Chronologie eines Entgleitens der Welt.

Raoul Eisele liest aus seinem Buch “morgen glätten wir träume“ sowie neue Texte aus dem Projekt “Fangnetze an Land oder 18km“. Das klingt dann zum Beispiel so: "wenn deine wortarchitektur postkartenpoesie baut // schickst du mir satzperioden // um an platten[bauten] zu kratzen // damit auch verborgene tonspuren hörbar werden."

Christoph Jehlicka liest aus „Das Lied vom Ende“, einer Kreuzung aus Coming-of-Age-Story und Ehedrama, in der eine Familie sich mit ihren aufgeschobenen Konflikten auseinandersetzen muss – und fast daran zerbricht. Eine temporeiche, tragikomische Geschichte über die Abenteuer des Zusammenlebens.

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