Die Lemusa-Show | Moderation: Mathias Balzer (Kulturjournalist)
Die «Lemusa-Show» ist weit mehr als eine normale Lesung: Sie funktioniert wie eine fiktive Diashow und ein augenzwinkernder Reisevortrag, bei dem der Künstler Samuel Herzog sein Publikum live in eine komplett erfundene Welt entführt. Die Show bietet einen Einblick in das Mammutprojekt des Autors, der seit über 20 Jahren an einer fiktiven Atlantik-Insel namens Lemusa arbeitet und darüber inzwischen ein siebenteiliges, rund 3500-seitiges Werk (erschienen bei Edition Frida) verfasst hat. Die Präsentationen (moderiert vom Kulturjournalisten Mathias Balzer) beleuchten Geschichte, Geografie, Religion, Kunst und Kulinarik dieser erfundenen Welt.
In der Show und in den Büchern zeigt Herzog hunderte eigene Fotografien, Zeichnungen, amtliche Stempel (etwa für das Lemusa-Visum) und Gemeindewappen sowie eine Einführung in die tausend Gottheiten der Insel, die alle das alltägliche Leben heiligen.
Die imaginäre Insel Lemusa ist ein poetischer Ort, der durch Samuel Herzog erdacht worden ist. Lage (auf 33° Nord / 44° West) und mehr noch die ausserordentliche Geschichte dieses Landes machen es möglich, dass in seinen Gärten von Ajowan bis Zimtkassie die unterschiedlichsten Gewürze gedeihen – manche eher
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Die Lemusa-Show | Moderation: Mathias Balzer (Kulturjournalist)
Die «Lemusa-Show» ist weit mehr als eine normale Lesung: Sie funktioniert wie eine fiktive Diashow und ein augenzwinkernder Reisevortrag, bei dem der Künstler Samuel Herzog sein Publikum live in eine komplett erfundene Welt entführt. Die Show bietet einen Einblick in das Mammutprojekt des Autors, der seit über 20 Jahren an einer fiktiven Atlantik-Insel namens Lemusa arbeitet und darüber inzwischen ein siebenteiliges, rund 3500-seitiges Werk (erschienen bei Edition Frida) verfasst hat. Die Präsentationen (moderiert vom Kulturjournalisten Mathias Balzer) beleuchten Geschichte, Geografie, Religion, Kunst und Kulinarik dieser erfundenen Welt.
In der Show und in den Büchern zeigt Herzog hunderte eigene Fotografien, Zeichnungen, amtliche Stempel (etwa für das Lemusa-Visum) und Gemeindewappen sowie eine Einführung in die tausend Gottheiten der Insel, die alle das alltägliche Leben heiligen.
Die imaginäre Insel Lemusa ist ein poetischer Ort, der durch Samuel Herzog erdacht worden ist. Lage (auf 33° Nord / 44° West) und mehr noch die ausserordentliche Geschichte dieses Landes machen es möglich, dass in seinen Gärten von Ajowan bis Zimtkassie die unterschiedlichsten Gewürze gedeihen – manche eher im Norden, andere im Süden, manche auf Meereshöhe, andere in gebirgigen Gegenden.
Die Vermittlung übernimmt Samuel Herzog gleich selber. In der Ausstellung ist er regelmässig präsent, denn als begnadeter Phantast will er dem Publikum die eigenwillige Tierwelt, die einzigartigen Gottheiten, die toten und lebenden Schriftsteller:innen sowie weitere Fakten Lemusas unbedingt näher bringen.
Über den Erfindungsreichtum des Künstlers, der sogar der Sprache Lemusas einigermassen mächtig ist, kann man nur staunen. Lachen und Schmunzeln wird man ohnehin viel im kleinen Lorzenraum, der zum Reisebüro für Lemusa wird. Regiert wird die Insel übrigens von einer Diktatorin – angeblich, weil es dem Künstler zu langweilig war, alle vier Jahre Wahlen abzuhalten.
Auch das Bistro macht mit und bietet während der Ausstellungsdauer einen lemusischen Dreigang an, dessen Rezept in der Küche Lemusas verbrieft ist.
SRF Kulturplatz Talk: "Lemusa – ein Land der Träume der besonderen Art"
https://www.srf.ch/audio/kulturplatz-talk/lemusa-ein-land-der-traeume-der-besonderen-art?id=AUDI20251028_RS_0044
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