Was ist Zeit, und wie versucht der Mensch, sie zu fassen? Die neue Ausstellung verbindet zwei Welten, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben: mechanische Pendeluhren und frühe Videospiele.
Beide sind Versuche, Zeit sichtbar und greifbar zu machen. Das gleichmässige Schlagen eines Pendels und der Countdown eines alten Arcade-Spiels folgen demselben Bedürfnis, Wiederholung als Ordnung zu erleben. Frühe Titel wie «Jupiter Lander» oder «The Sentinel» erzählen genau davon: vom Versuch, Zeit, Raum und System zu bezwingen, nur eben in digitaler Form.
Dazu treten mythologische Erzählungen. Über Jahrhunderte hinweg deuteten sie Zeit, Schicksal und Verwandlung, etwa in der Figur des Chronos, der erst spät zum vertrauten Sinnbild der Zeit wurde. Dieses Denken reicht bis in heutige Spielwelten hinein, etwa dort, wo Verwandlung selbst zum Spielprinzip wird.
Historische Uhren stehen neben Konsolen, die ihre Geschichte auf eigene Weise fortsetzen. Ein Rundgang, der zeigt, wie nah sich Pendel und Pixel eigentlich sind.
Unkostenbeitrag CHF 10.–.
Weitere Infos unter Sammlung Andreas Ernst