Auf den ersten Blick scheinen zwei Kunstbereiche vorzuliegen, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Stillleben und Auseinandersetzung mit Raum- und Farbbeziehungen der Künstlerin Nora Wiederkehr offenbaren dem Blick eine Pracht und Fülle an Farben, Formenbeziehungen und deren komplementäres Auftreten im Bildraum. Die Farbe wirkt als aktives Medium, wird mit Intensität aufgeladen, um dem Raum eine neue Dimension zu verleihen, während die Formensprache als haltendes und leitendes Element zum Ausdruck kommt. Es sind Alltagsgegenstände, die aus langen Beobachtungen innerhalb der eigenen vier Wände Bilder entstehen lassen und diesen bisweilen einen beinahe landschaftlichen Charakter zu verleihen vermögen. Nora Wiederkehr behandelt diese Räume nicht nur als etwas alltäglich physisches, sondern schafft eine vielschichtige Brücke, die sich zwischen äusserer Beobachtung und innerem Empfinden, zwischen Stillleben und Landschaft verorten lässt, ohne jemals in der Starre zu verweilen, sondern durch gezielten Einsatz der Farben, einem genauen Farbempfinden beseelt wird und zum tieferen Schauen einlädt.
Die “inneren“ Bilder des Künstlers Bogdan Hiba setzen sich mit einer langjährigen Frage nach intuitiver und spielerischer Bildschöpfung auseinander. Die Bilder entstehen in einem
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Auf den ersten Blick scheinen zwei Kunstbereiche vorzuliegen, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Stillleben und Auseinandersetzung mit Raum- und Farbbeziehungen der Künstlerin Nora Wiederkehr offenbaren dem Blick eine Pracht und Fülle an Farben, Formenbeziehungen und deren komplementäres Auftreten im Bildraum. Die Farbe wirkt als aktives Medium, wird mit Intensität aufgeladen, um dem Raum eine neue Dimension zu verleihen, während die Formensprache als haltendes und leitendes Element zum Ausdruck kommt. Es sind Alltagsgegenstände, die aus langen Beobachtungen innerhalb der eigenen vier Wände Bilder entstehen lassen und diesen bisweilen einen beinahe landschaftlichen Charakter zu verleihen vermögen. Nora Wiederkehr behandelt diese Räume nicht nur als etwas alltäglich physisches, sondern schafft eine vielschichtige Brücke, die sich zwischen äusserer Beobachtung und innerem Empfinden, zwischen Stillleben und Landschaft verorten lässt, ohne jemals in der Starre zu verweilen, sondern durch gezielten Einsatz der Farben, einem genauen Farbempfinden beseelt wird und zum tieferen Schauen einlädt.
Die “inneren“ Bilder des Künstlers Bogdan Hiba setzen sich mit einer langjährigen Frage nach intuitiver und spielerischer Bildschöpfung auseinander. Die Bilder entstehen in einem dialoghaften Prozess, ohne jemals ein vordefiniertes Ziel zu beanspruchen. Was als fertiges Werk zu sehen ist, entsteht aus langen Prozessen des Schauens und Reflektierens der eigenen Handlungen innerhalb des Bildraumes. Es ist ein inneres Lauschen, ein feines Spüren und Suchen nach der Farbe, welche sich in einem Geflecht unzähliger Schichten zum Bild zusammenfügt. Auch wenn die Werke mehr der Empfindung als dem Beobachten angehören, so zeugen sie doch von Spuren der sinnlichen Welt und laden zum Suchen, Interpretieren und Eintauchen ein.
Hier ist es, wo die Bereiche, Innen und Aussen, Physis und Fantasie zusammenkommen und sich aus zwei entgegengesetzten Richtungen begegnen. Die Werke der beiden Kunstschaffenden erzeugen zusammen einen neuen Kontext, eine gemeinsame Bühne, welche Beobachtung des Äusseren und Lauschen des Inneren gegenüberstellt, in Beziehung zueinander setzt und durch die Farbe miteinander verwebt.
Artist Talk: 20. Juni 2026, 14 Uhr
Gespräche über die Malerei mit Bogdan und Nora
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