Schamfreiheit, Natürlichkeit und Selbstliebe stehen in diesen kunstvoll inszenierten Aktfotografien im Mittelpunkt.
Besonders an den Werken von Miss Unverblümt alias Carolin Auer ist, dass ihre Selbstinszenierungen mit Stativ und Selbstauslöser entstanden sind. Dabei legt die Künstlerin besonderen Wert darauf, eine symbiotische Harmonie mit ihrer Umgebung zu schaffen. Ihr Ziel ist es, sich nahtlos und organisch in die Landschaft einzufügen, ohne als einzelnes Individuum hervorzustechen. Dafür wählt sie sorgfältig aus, wie sie sich positioniert, um sicherzustellen, dass ihr Körper nicht wie eine isolierte Entität wirkt, sondern vielmehr als integraler Bestandteil der Natur erscheint. So vermittelt sie eine subtile Präsenz, die nicht nach künstlicher Inszenierung aussieht, sondern als natürlicher Ausdruck ihres Seins wahrgenommen wird.
Ihre Werke gehen über die bloße Darstellung des menschlichen Körpers hinaus und fordern den Betrachter heraus, die Grenzen zwischen Mensch und Natur zu überdenken. Sie erinnern daran, dass der menschliche Körper keine Scham erzeugen sollte. Durch diese poetische Atmosphäre kreiert sie eine Erzählung über die Normalität und Schönheit des Nacktseins, die so selbstverständlich ist wie die Natur selbst.