In Beethovens Kammermusik verdichten sich formale Klarheit und persönlicher Ausdruck zu einem neuen musikalischen Selbstverständnis, das weit ins 19. Jahrhundert ausstrahlt. Hensels Klaviertrio zeigt dabei eine feinsinnige, zugleich entschlossene Tonsprache, die in der hier gespielten Fassung neue Farben gewinnt. Brahms spätes Klarinettentrio führt Beethovens Prinzip der motivischen Verdichtung in eine herbstlich zurückgenommene Klangwelt von grosser innerer Ruhe.
Programm
Fanny Hensel (1805–1847)
Klaviertrio in d-Moll, in einer Fassung für Querflöte, Violoncello und Klavier
Johannes Brahms (1833–1897)
Klarinettentrio in a-Moll, op. 114
Calogero Palermo, Klarinette
Andrea Kollé, Querflöte
Payam Taghadossi, Violoncello
Alexander Boeschoten, Klavier