Es waren einmal drei grossartige Musiker, die schwärmten alle für Robert Schumann. Also beschlossen Sir András Schiff, Antoine Tamestit und Jörg Widmann, sich seiner Musik gemeinsam zu widmen. Zwei späte Kammermusikwerke zeugen von der romantischen Faszination für Märchen, doch empfindet Jörg Widmann insbesondere die Märchenerzählungen als «zerrissenes, modernes Stück». Ohnehin seien Märchen ein «Seismograf unterschwelliger menschlicher Ur-Ängste und -Wünsche». Weshalb Widmann seinen eigenen Zyklus Es war einmal ... nicht als «sentimental-nostalgische Flucht in lange zurückliegende Zeiten» versteht, sondern «als naiv-fantastischen Gegenentwurf zu unserer realen Welt mit all ihren Verwerfungen». Auch György Kurtág griff Schumanns ungewöhnliche Trio-Besetzung aus Klarinette, Viola und Klavier auf und setzte verschiedenen Alter-Ego-und Fantasie-Figuren des Komponisten ein Denkmal - vom exzentrischen Kapellmeister Kreisler bis zum weisen Meister Raro. Mit den Geistervariationen erklingt ausserdem jenes Werk, an dem Schumann unmittelbar vor seinem Selbstmordversuch und psychischen Zusammenbruch arbeitete: Engel sollen ihm das Thema vorgesungen haben. Mitwirkende: Jörg Widmann, Klarinette Antoine Tamestit, Viola Sir András Schiff, Klavier Programm: Robert Schumann (1810–1856)...
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Es waren einmal drei grossartige Musiker, die schwärmten alle für Robert Schumann. Also beschlossen Sir András Schiff, Antoine Tamestit und Jörg Widmann, sich seiner Musik gemeinsam zu widmen. Zwei späte Kammermusikwerke zeugen von der romantischen Faszination für Märchen, doch empfindet Jörg Widmann insbesondere die Märchenerzählungen als «zerrissenes, modernes Stück». Ohnehin seien Märchen ein «Seismograf unterschwelliger menschlicher Ur-Ängste und -Wünsche». Weshalb Widmann seinen eigenen Zyklus Es war einmal ... nicht als «sentimental-nostalgische Flucht in lange zurückliegende Zeiten» versteht, sondern «als naiv-fantastischen Gegenentwurf zu unserer realen Welt mit all ihren Verwerfungen». Auch György Kurtág griff Schumanns ungewöhnliche Trio-Besetzung aus Klarinette, Viola und Klavier auf und setzte verschiedenen Alter-Ego-und Fantasie-Figuren des Komponisten ein Denkmal - vom exzentrischen Kapellmeister Kreisler bis zum weisen Meister Raro. Mit den Geistervariationen erklingt ausserdem jenes Werk, an dem Schumann unmittelbar vor seinem Selbstmordversuch und psychischen Zusammenbruch arbeitete: Engel sollen ihm das Thema vorgesungen haben. Mitwirkende: Jörg Widmann, Klarinette Antoine Tamestit, Viola Sir András Schiff, Klavier Programm: Robert Schumann (1810–1856) Märchenerzählungen op. 132. Vier Stücke für Klarinette, Viola und Klavier Variationen über ein eigenes Thema Es-Dur WoO 24 Geistervariationen György Kurtág (*1926) Hommage à R. Sch. für Klarinette, Viola und Klavier op. 15d Robert Schumann (1810–1856) Märchenbilder op. 113. Vier Stücke für Viola und Klavier Jörg Widmann (*1973) Es war einmal … Fünf Stücke im Märchenton für Klarinette, Viola und Klavier Solist: Jörg Widmann, Klarinette Antoine Tamestit, Viola Sir András Schiff, Klavier
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