Olivier Messiaens Quatuor pour la fin du temps entstand 1940/41 im deutschen Kriegsgefangenenlager Stalag VIII-A bei Görlitz. Messiaen schrieb das Werk für drei mit ihm inhaftierte Berufsmusiker – den Klarinettisten Henri Akoka, den Geiger Jean Le Boulaire und den Cellisten Étienne Pasquier – sowie für sich selbst am Klavier. Die Uraufführung fand am 15. Januar 1941 im Lager statt, vor Mitgefangenen und Wachpersonal.
In acht Sätzen entfaltet Messiaen eine Musik von aussergewöhnlicher Dichte und Konzentration. Charakteristisch sind die Vogelrufe, die grossen Zeitdehnungen und die präzise gesetzten Klangfarben, ebenso wie rhythmische Modelle, die eine regelmässige Pulswahrnehmung gezielt unterlaufen. Der Titel verweist auf die Offenbarung des Johannes und Messiaens Widmung «an den Engel, der das Ende der Zeit verkündet».
Im Kunstmuseum Thun entsteht auch 2026 ein Konzert, das Musik und bildende Kunst in einen lebendigen Dialog bringt: Klänge und Ausstellung durchdringen sich und eröffnen neue Perspektiven. Im Zentrum steht die Einzelausstellung des französischen Künstlers Fabrice Hyber.
Die Aufführung gestalten Sabina Matthus-Bébié (Klarinette), die seit 2004 in Deutschland lebt und als freischaffende Klarinettistin arbeitet, Theodore Flindell (Violine), seit
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Olivier Messiaens Quatuor pour la fin du temps entstand 1940/41 im deutschen Kriegsgefangenenlager Stalag VIII-A bei Görlitz. Messiaen schrieb das Werk für drei mit ihm inhaftierte Berufsmusiker – den Klarinettisten Henri Akoka, den Geiger Jean Le Boulaire und den Cellisten Étienne Pasquier – sowie für sich selbst am Klavier. Die Uraufführung fand am 15. Januar 1941 im Lager statt, vor Mitgefangenen und Wachpersonal.
In acht Sätzen entfaltet Messiaen eine Musik von aussergewöhnlicher Dichte und Konzentration. Charakteristisch sind die Vogelrufe, die grossen Zeitdehnungen und die präzise gesetzten Klangfarben, ebenso wie rhythmische Modelle, die eine regelmässige Pulswahrnehmung gezielt unterlaufen. Der Titel verweist auf die Offenbarung des Johannes und Messiaens Widmung «an den Engel, der das Ende der Zeit verkündet».
Im Kunstmuseum Thun entsteht auch 2026 ein Konzert, das Musik und bildende Kunst in einen lebendigen Dialog bringt: Klänge und Ausstellung durchdringen sich und eröffnen neue Perspektiven. Im Zentrum steht die Einzelausstellung des französischen Künstlers Fabrice Hyber.
Die Aufführung gestalten Sabina Matthus-Bébié (Klarinette), die seit 2004 in Deutschland lebt und als freischaffende Klarinettistin arbeitet, Theodore Flindell (Violine), seit 2013 Mitglied im Ensemble KNM Berlin, Matthias Schranz (Violoncello), der als Pädagoge an der Hochschule der Künste Bern tätig ist, sowie Yuki Inagawa (Klavier), die seit 2001 regelmässig mit Musiker:innen des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin konzertiert.
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