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Winterkonzert Collegium Musicum Jülich 2026
Credits: Collegium Musicum Jülich
Klassik-Konzert mit dem Sinfonieorchester Collegium Musicum Jülich und dem Hornquartett der NDR-Radiophilharmonie
Anton Brucker: Ouvertüre g-Moll
Robert Schumann: Konzertstück für vier Hörner und Orchester, F-Dur op. 86
Carl Maria von Weber: Ouvertürre zur Oper "Der Freischütz"
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 103 Es-Dur "mit dem Paukenwirbel"
Leitung. Martin Schädlich
Solisten: Johannes-Theodor Wiemes (Horn), Ivo Dudler (Horn), Susanne Thies (Horn), Johannes Otter (Horn)
BRUCKNERS EINZIGE OUVERTÜRE
Erst im Alter von 31 Jahren wandte sich Anton Bruckner vollends der Musik zu. Der Tradition seines früh verstorbenen Vaters folgend, trat er als junger Mann zunächst in den Schuldienst ein, welcher zugleich eine Anstellung als Organist beinhaltete. Bereits in frühen Jahren vom Vater angeleitet, verbesserte er nun stetig und autodidaktisch seine Fähigkeiten an der Orgel und entfaltete geradezu virtuoses und improvisatorisches Talent. Schließlich nahm er Unterricht in Komposition beim renommierten Wiener Musiktheoretiker Simon Sechter und später beim Linzer Theaterkapellmeister Otto Kitzler. 1855 verließ er endgültig den Schuldienst und wurde Domorganist im österreichischen Linz. So entstand in den Jahren 1862/63 neben einer ersten Sinfonie diese Ouvertüre, welche auch die einzige in
...Klassik-Konzert mit dem Sinfonieorchester Collegium Musicum Jülich und dem Hornquartett der NDR-Radiophilharmonie
Anton Brucker: Ouvertüre g-Moll
Robert Schumann: Konzertstück für vier Hörner und Orchester, F-Dur op. 86
Carl Maria von Weber: Ouvertürre zur Oper "Der Freischütz"
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 103 Es-Dur "mit dem Paukenwirbel"
Leitung. Martin Schädlich
Solisten: Johannes-Theodor Wiemes (Horn), Ivo Dudler (Horn), Susanne Thies (Horn), Johannes Otter (Horn)
BRUCKNERS EINZIGE OUVERTÜRE
Erst im Alter von 31 Jahren wandte sich Anton Bruckner vollends der Musik zu. Der Tradition seines früh verstorbenen Vaters folgend, trat er als junger Mann zunächst in den Schuldienst ein, welcher zugleich eine Anstellung als Organist beinhaltete. Bereits in frühen Jahren vom Vater angeleitet, verbesserte er nun stetig und autodidaktisch seine Fähigkeiten an der Orgel und entfaltete geradezu virtuoses und improvisatorisches Talent. Schließlich nahm er Unterricht in Komposition beim renommierten Wiener Musiktheoretiker Simon Sechter und später beim Linzer Theaterkapellmeister Otto Kitzler. 1855 verließ er endgültig den Schuldienst und wurde Domorganist im österreichischen Linz. So entstand in den Jahren 1862/63 neben einer ersten Sinfonie diese Ouvertüre, welche auch die einzige in seinem Gesamtwerk bleiben sollte. Trotz der Konzeption als Lehrwerk kann man in der Ouvertüre bereits eine eigene Handschrift erkennen und sie als eine Art Vorläufer für spätere Sinfonien sehen, für die Bruckner besonders berühmt wurde.
Die Ouvertüre startet ruhig, aber düster und spannungsvoll, bis sie nach der Einleitung an Fahrt aufnimmt und das Haupt-thema feierlich vorstellt. Dieses wird im Folgenden im für Bruckner charakteristischen Stil in einer Art Achterbahnfahrt durch verschiedene Tonarten und Dynamiken und über majestätische Klanglandschaften und düstere Melancholie hin- und wieder zurückgeführt.
VIERFACHE HORNPRACHT
1849, während seiner Zeit in Dresden, komponierte Robert Schumann dieses außergewöhnliche Konzertstück. Kurios, wie er es selbst bezeichnete, war es sowohl wegen der Auswahl des recht neuen und noch nicht etablierten Ventilhorns als Soloinstrument als auch wegen dessen Einsatz als Quartett im Solopart. Das Ventilhorn war 35 Jahre zuvor erst erfunden worden und Musiker sowie die meisten Komponisten und Dirigenten standen ihm kritisch gegenüber und bevorzugten die runderen Klänge des jedoch tonal eingeschränkten Naturhorns, welches bis dato eher als Orchesterinstrument betrachtet wurde.
Schumanns Werk, das aus drei attacca (ohne Pause) gespielten Sätzen besteht, manifestierte erstmals die Idee vom Quartett-Zusammenklang der Ventilhörner. Der erste Satz beginnt effektvoll mit einem Fanfarenmotiv und besticht mit strahlen-den, melodischen Hornklängen. Dazu entgegengesetzt stellt sich der lyrisch anmutende zweite Satz dar, in dem Hörner und Orchester fast kammermusikalisch einen Dialog führen. Im dritten Satz kehrt dann die Energie des Anfangs zurück und entlädt sich in einem fulminanten finalen Klangspektakel.
OPERA IN A NUTSHELL
Seine Freischütz-Ouvertüre komponierte Carl Maria von Weber als Eröffnungsstück für sein bekanntestes Werk, die gleichnamige romantische Oper „Der Freischütz“, die im Juni 1821 in Berlin uraufgeführt wurde und schon gleich nach der Premiere große Erfolge feierte. Die Oper erzählt die Geschichte eines jungen Jägers namens Max, der, um seine Verlobte Agathe heiraten und die Erbförsterei des Brautvaters übernehmen zu können, ein Probeschießen absolvieren muss. Durch zuvor misslungene Schießwettbewerbe verzweifelt, geht er einen Pakt mit dem Teufel ein, um magische „Freikugeln“ gießen zu können. Unheil zieht herauf, das schließlich durch die Hilfe eines im Wald lebenden Eremiten verhindert werden kann und es doch noch ein Happy End gibt.
Die Ouvertüre soll den Opernbesucher atmosphärisch in die Szenerie der Handlung versetzten. So beschwört Weber in der Einleitung eine düstere und unheilvolle Stimmung herauf, bis sich daraufhin alles lichtet und sanfte Hornklänge den Hörer in den Wald versetzen. Im weiteren Verlauf werden in Form von Leitmotiven die Handlung und Hauptfiguren kurz vorgestellt, bis sich im Finale alles in einem strahlenden C-Dur-Klang auflöst. Das Happy End der Geschichte ist dem Hörer also gewiss.
Weber fasst in der Ouvertüre die ganze Oper in Kürze zusammen, vergleichbar mit einer Miniatur, die in eine Nussschale (engl. in a nutshell) passt.
START MIT WOW-EFFEKT
Joseph Haydns Sinfonie Nr. 103 ist die vorletzte der zwölf Londoner Sinfonien, die er für die vom Impresario Johann Peter Salomon veranstaltete Konzertreihe „Opera Concerts“ im Londoner King´s Theatre komponierte und für die Fans der britischen Metropole unter eigenem Dirigat 1795 uraufführte. Bei über hundert Sinfonien kann man ja schnell durchein-anderkommen, so erhielten gerade die populäreren im Nachhinein vom Publikum oder der Presse Beinamen, die sich im Lauf der Geschichte dann „einbürgerten“. Diese Sinfonie in Es-Dur bekam den Beinamen „mit dem Paukenwirbel“. Direkt im ersten Takt wird dem Zuhörer der Name offensichtlich. Das Londoner Publikum verehrte Haydn und erwartete bei seiner zweiten englischen Konzertreise Spektakuläres vom großem Maestro und der lieferte. Er startet seine Sinfonie ganz außergewöhnlich mit einem Paukensolo, das das Publikum aufhorchen lässt. Gefolgt von einer andächtigen Einleitung, die Großes anzukündigen scheint, startet die Musik dann beschwingt im 6/8-Takt. Der langsame zweite Satz bildet eine Doppelvariation, die ein Thema in Moll und eines in Dur variiert. Im dritten Satz folgt das Menuett und im finalen Satz kreiert Haydn dann eine fast aufgeregte Stimmung, die nur durch langgezogene Bläsertöne kurz durchbrochen wird.
DIE SOLISTEN
Vier Wege – ein Klang: Johannes-Theodor Wiemes, Ivo Dudler, Susanne Thies und Johannes Otter verkörpern in ihrer Vielfalt die große Bandbreite der Hornkunst.
Ihre musikalischen Wurzeln reichen vom niederrheinischen Dülken über München und Basel bis in die Schweiz. Erste prägende Impulse erhielten sie bei namhaften Lehrern wie Hiroshi Yamagishi, Christian-Friedrich Dallmann, Erich Penzel und Marie-Luise Neunecker. Alle vier sammelten früh Orchestererfahrung – von Jugendorchestern und Festivalensembles über renommierte Opernhäuser bis zu Spitzenorchestern wie den Berliner Philharmonikern und dem Gürzenich-Orchester Köln. Preise bei internationalen Wettbewerben, Professuren, Solokonzerte und Kammermusikprojekte mit Ensembles wie dem Consortium Classicum, Arte Ensemble oder BlechDACH markieren Stationen ihres künstlerischen Weges.
Seit vielen Jahren sind sie als Hornquartett Teil der NDR Radiophilharmonie und gestalten dort Sinfonie- und Kammermusikprogramme ebenso wie eigene Projekte. Gemeinsam stehen sie für einen unverwechselbaren Ensembleklang, der sich aus individuellen Lebensläufen speist und in der gemeinsamen Leidenschaft für ihr Instrument zusammenfindet.
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Erwachsene, Schüler, Studenten (ermäßigt)
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Organisateur
Winterkonzert Collegium Musicum Jülich 2026 est organisé par:
Collegium Musicum Jülich e.V.
Catégorie: Classique & Opéras / Classique