»Illusion« und »Passion« sind zwei Grundvoraussetzungen für die Entstehung musikhistorischer Meilensteine. Eingeleitet von den gleichnamigen, das unendliche Texturpotenzial des Streichorchesters hervorragend ausnutzenden Sätzen Erkki-Sven Tüürs, spannt sich der musikalische Bogen über die Suite Nr. 3 aus Respighis »Danze ed Arie antiche« – eine Verbindung historischer Elemente mit der Farbenpracht des 20. Jahrhunderts – bis hin zu Haydns Sinfonie in fis-Moll. Das kraftvolle, auch als »Trauersinfonie« bekannte, Werk drückt sowohl tiefgründige Melancholie, als auch dramatische Spannungen aus. Im Mittelpunkt steht Mozarts Klavierkonzert mit dem Beinamen »Jeunehomme«, das durch seine elegante Form und die brillante Klavierpartiem besticht. Es ist ein Meisterwerk der Wiener Klassik, das der dem Württembergisches Kammerorchester Heilbronn eng verbundene Pianist Herbert Schuch getreu seines Credos »nicht nur zum Klingen, sondern auch zum Sprechen« bringt.