Verwandlung – Von Anbruch und Abschied
In diesem Programm begegnen wir der Verwandlung als einem tief menschlichen Thema: dem Kreislauf von Leben und Tod, von Erwachen und Vergehen, Licht und Dunkel. Musik wird hier zum Ausdruck einer Reise, die uns durch alle Phasen der Existenz führt – vom ersten Atemzug bis in die Stille danach.
Pärt Uusbergs Ohtu ilu („Schönheit des Abends“) eröffnet den Abend mit einer stillen Betrachtung des Tagesendes – ein Bild für den Abschied, aber auch für die Friedlichkeit, die dem Ende innewohnen kann. Es folgt Ola Gjeilos Northern Lights, in dem das geheimnisvolle Leuchten des Nordhimmels zum Symbol für das Unfassbare wird – das, was jenseits unserer Vorstellung liegt.
Kaipaava, ein finnisches Volkslied in der Bearbeitung von Jussi Chydenius, bringt die tiefe Sehnsucht zum Ausdruck, die uns oft an den Schwellen des Lebens begleitet. Rob Dietz’ Softest Rains hingegen feiert die zarte Lebendigkeit des Frühlings – ein Symbol für Neubeginn und frische Hoffnung.
Ēriks Ešenvalds’ Only in Sleep lässt Kindheitsfreunde in Träumen erscheinen – als könnten sie im Schlaf noch einmal zu uns zurückkehren. Es ist eine liebevolle Erinnerung an das, was war, aber nicht verloren ist.
Shawn Kirchners I Will Arise and Go greift William Butler Yeats’ Vision eines
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Verwandlung – Von Anbruch und Abschied
In diesem Programm begegnen wir der Verwandlung als einem tief menschlichen Thema: dem Kreislauf von Leben und Tod, von Erwachen und Vergehen, Licht und Dunkel. Musik wird hier zum Ausdruck einer Reise, die uns durch alle Phasen der Existenz führt – vom ersten Atemzug bis in die Stille danach.
Pärt Uusbergs Ohtu ilu („Schönheit des Abends“) eröffnet den Abend mit einer stillen Betrachtung des Tagesendes – ein Bild für den Abschied, aber auch für die Friedlichkeit, die dem Ende innewohnen kann. Es folgt Ola Gjeilos Northern Lights, in dem das geheimnisvolle Leuchten des Nordhimmels zum Symbol für das Unfassbare wird – das, was jenseits unserer Vorstellung liegt.
Kaipaava, ein finnisches Volkslied in der Bearbeitung von Jussi Chydenius, bringt die tiefe Sehnsucht zum Ausdruck, die uns oft an den Schwellen des Lebens begleitet. Rob Dietz’ Softest Rains hingegen feiert die zarte Lebendigkeit des Frühlings – ein Symbol für Neubeginn und frische Hoffnung.
Ēriks Ešenvalds’ Only in Sleep lässt Kindheitsfreunde in Träumen erscheinen – als könnten sie im Schlaf noch einmal zu uns zurückkehren. Es ist eine liebevolle Erinnerung an das, was war, aber nicht verloren ist.
Shawn Kirchners I Will Arise and Go greift William Butler Yeats’ Vision eines Rückzugs in die Natur auf – ein Ort jenseits der Zeit, friedlich, schlicht, und voller Würde. Anna Mari Kähäräs Kuka nukkuu tuutussasi? ist ein ungewöhnliches Wiegenlied, das sowohl Geburt als auch Abschied zu umfassen scheint – ein stiller Übergang.
Rob Dietz’ Echo spielt mit dem Klang des Verschwindens – als wolle etwas bleiben, das schon im Verschwinden begriffen ist. In The Veil und Sleep von Eric Whitacre schließlich findet sich eine tiefe Auseinandersetzung mit Verlust, Trost und der Frage, was nach dem Ende kommt. Musik als Schleier zwischen den Welten.
Am Ende steht Mia Makaroffs Butterfly: Die Metamorphose des Schmetterlings als Zeichen für Transformation – zart, flüchtig, aber voller Hoffnung. Vielleicht ist der Tod nicht das Ende, sondern nur ein neuer Anfang in anderer Gestalt.
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