Sechs Snare-Drums. Zwölf Elektromagnete.
Alles, was man hört, wird von den Snare-Drums selbst erzeugt. Keine Synthesizer. Keine Samples. Keine versteckten Klangquellen. Indem die Snare-Drum-Drähte mit Elektromagneten in Audiofrequenzen angesteuert werden, legen die Trommeln ihre gewohnte Rolle ab und werden zu akustischen Oszillatoren.
Die Arbeit mit einem solchen Instrument erfordert auch eine andere Art des Komponierens. Die für ptera entwickelte maßgeschneiderte Software greift auf die Prinzipien modularer Systeme zurück. Anstatt feste Ergebnisse vorzuschreiben, schafft sie die Voraussetzungen dafür, dass glückliche Zufälle entstehen. Das Komponieren wird zu einem Dialog mit dem Instrument, in dem Intuition, Zufall und das Verhalten des Materials die Musik kontinuierlich prägen.
Diese Beziehung geht über die Software hinaus. Die Subwoofer fügen keine weitere Klangquelle hinzu; sie vervollständigen das Instrument, gehen eine Symbiose mit den Snares ein und lassen deren tiefste Frequenzen als greifbare physische Präsenz zur Geltung kommen.