Landschaft ist überall. Im Mittelland, wo Felder an Autobahnen grenzen. Im Jura, wo Windräder geplant werden und Widerstand erzeugen. An Seeufern, die gleichzeitig Erholungsraum, Naturschutzgebiet und Bauland sind. In Tälern, die Strom produzieren sollen – und Heimat bleiben wollen.
Wem gehört dieser Raum? Wer darf ihn gestalten, nutzen, schützen – und nach welchen Werten?
Diese Fragen werden heute oft als Interessenkonflikte verhandelt: Bauern gegen Umweltschützer, Gemeinden gegen den Bund, lokale Biodiversität gegen globale Klimaziele. Doch so klar sind die Gegensätze nicht – und so einfach lösen sie sich auch nicht auf.
Das PolitikLabor Schweiz lädt zu einem Abend ein, an dem wir diese gesellschaftliche Frage nicht debattieren, sondern aufstellen – als systemische kollektive Aufstellung. Eine Methode, die es ermöglicht, komplexe Dynamiken im Raum sichtbar zu machen: Wer steht wo? Welche Kräfte ziehen in welche Richtung? Und wo sind die ungesehenen Gemeinsamkeiten? Eine Form, die berührt, bewegt und verbindet. Sowohl Mitmachen als auch Zuschauen sind möglich.
Ein Vorwissen braucht es nicht, keine Meinung, keine Rolle. Nur die Bereitschaft, einen Abend lang sich überraschen zu lassen, um neue Perspektiven und Möglichkeiten kennen zu lernen.