Seit mehr als zehn Jahren ist die Anorexie Zoes ständige Begleiterin. Nach aussen verkörperte sie stets das leistungsstarke, freundliche und sportliche Vorzeigekind. Innerlich jedoch kämpfte sie unaufhörlich mit sich selbst. Ihr ausgeprägter Perfektionismus und der Druck, Erwartungen erfüllen zu müssen, ebneten den Weg für eine Essstörung. Die Anorexie wurde für sie zu einem vermeintlichen Mittel, Kontrolle über ihr Leben und ihre Gefühle zu erlangen.
Im weiteren Verlauf verstärkte eine posttraumatische Belastungsstörung infolge sexueller Gewalt die Erkrankung zusätzlich. Auch heute ist sie als ausgebildete Bühnentänzerin im Tanz- und Leistungssportumfeld immer wieder mit Bodyshaming konfrontiert. Doch inzwischen entscheidet sie sich bewusst für Selbstakzeptanz und Offenheit und setzt damit ein Zeichen gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen.
Über die Reihe «Gestört erzählt»
Die Gesprächsreihe «Gestört erzählt» schafft einen offenen Raum für ehrliche Gespräche über psychische Krisen – mitten in der Gesellschaft statt im Verborgenen. Psychotherapeut Matthias Boss spricht mit Menschen, die persönliche Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen teilen. Im Mittelpunkt stehen nicht Diagnosen, sondern die Menschen selbst: ihre Geschichten, Gefühle und Gedanken. Ziel ist es,
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Seit mehr als zehn Jahren ist die Anorexie Zoes ständige Begleiterin. Nach aussen verkörperte sie stets das leistungsstarke, freundliche und sportliche Vorzeigekind. Innerlich jedoch kämpfte sie unaufhörlich mit sich selbst. Ihr ausgeprägter Perfektionismus und der Druck, Erwartungen erfüllen zu müssen, ebneten den Weg für eine Essstörung. Die Anorexie wurde für sie zu einem vermeintlichen Mittel, Kontrolle über ihr Leben und ihre Gefühle zu erlangen.
Im weiteren Verlauf verstärkte eine posttraumatische Belastungsstörung infolge sexueller Gewalt die Erkrankung zusätzlich. Auch heute ist sie als ausgebildete Bühnentänzerin im Tanz- und Leistungssportumfeld immer wieder mit Bodyshaming konfrontiert. Doch inzwischen entscheidet sie sich bewusst für Selbstakzeptanz und Offenheit und setzt damit ein Zeichen gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen.
Über die Reihe «Gestört erzählt»
Die Gesprächsreihe «Gestört erzählt» schafft einen offenen Raum für ehrliche Gespräche über psychische Krisen – mitten in der Gesellschaft statt im Verborgenen. Psychotherapeut Matthias Boss spricht mit Menschen, die persönliche Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen teilen. Im Mittelpunkt stehen nicht Diagnosen, sondern die Menschen selbst: ihre Geschichten, Gefühle und Gedanken. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen, Verständnis zu fördern und den Dialog über oft tabuisierte Themen zu ermöglichen.
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