Gossip – Reclaim the Circle
Workshop mit Pascale Schreibmüller am KIN-Festival.
Der Workshop knüpft an Pascale Schreibmüllers Installation an.
Die ursprüngliche, mittelalterliche Bedeutung von «Gossip» als solidarisches Netzwerk, ein Raum, in dem Erfahrungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Verlust gemeinschaftlich getragen wurden wird Brücke zu gegenwärtigen Möglichkeitsräumen.
Ausgehend von der Frage, welche Geschichten erzählt werden – und welche ungehört bleiben –, richtet sich der Workshop jenen Perspektiven zu, die im dominanten Narrativ von «In guter Hoffnung» oft unsichtbar sind.
Im Zentrum stehen Erfahrungen von Unsicherheit bei Schwangerschaften mit diagnostizierten oder als nicht lebensfähig prognostizierten Föten, ebenso wie Ambivalenz und Verlust im Kontext von Schwangerschaft. Auch das Sprechen über nicht gewünschte Schwangerschaften, Schwangerschaftsabbrüche, Totgeburten oder das Nicht-schwanger-Werden-Können findet hier Raum. Der Workshop schafft einen geschützten Rahmen, in dem unterschiedliche Realitäten nebeneinander bestehen dürfen. «Gossip» versteht sich dabei nicht als therapeutisches Setting; zugleich bringt Pascale Schreibmüller als langjährige Hebamme umfassende Erfahrung im Halten von Räumen und in einer sensiblen, angemessenen Begleitung von
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Gossip – Reclaim the Circle
Workshop mit Pascale Schreibmüller am KIN-Festival.
Der Workshop knüpft an Pascale Schreibmüllers Installation an.
Die ursprüngliche, mittelalterliche Bedeutung von «Gossip» als solidarisches Netzwerk, ein Raum, in dem Erfahrungen rund um Schwangerschaft, Geburt und Verlust gemeinschaftlich getragen wurden wird Brücke zu gegenwärtigen Möglichkeitsräumen.
Ausgehend von der Frage, welche Geschichten erzählt werden – und welche ungehört bleiben –, richtet sich der Workshop jenen Perspektiven zu, die im dominanten Narrativ von «In guter Hoffnung» oft unsichtbar sind.
Im Zentrum stehen Erfahrungen von Unsicherheit bei Schwangerschaften mit diagnostizierten oder als nicht lebensfähig prognostizierten Föten, ebenso wie Ambivalenz und Verlust im Kontext von Schwangerschaft. Auch das Sprechen über nicht gewünschte Schwangerschaften, Schwangerschaftsabbrüche, Totgeburten oder das Nicht-schwanger-Werden-Können findet hier Raum. Der Workshop schafft einen geschützten Rahmen, in dem unterschiedliche Realitäten nebeneinander bestehen dürfen. «Gossip» versteht sich dabei nicht als therapeutisches Setting; zugleich bringt Pascale Schreibmüller als langjährige Hebamme umfassende Erfahrung im Halten von Räumen und in einer sensiblen, angemessenen Begleitung von Austauschprozessen mit.
Die Praxis - Basis des Workshops ist Weben auf einem kleinen Zoom Loom (Webrahmen). Nach einer Webeeinführung schaffen wir Raum für Erzählungen und Zuhören. Durch gemeinsames Weben und erzählerische Praxis entsteht ein kollektiver Prozess des Erinnerns und Teilens. Der Workshop versteht sich als temporärer Resonanzraum, der an historische Formen weiblicher Fürsorge anknüpft und neue Möglichkeiten von Gemeinschaft, Sichtbarkeit und gegenseitiger Unterstützung eröffnet. Es entstehen kleine Webe-Karos, die zu einer Schutzdecke heranwachsen.
Sprache: deutsch
Maximale Teilnehmer:innen-Anzahl: 12 (offen für alle), kein Eintritt, Kollekte
Mitbringen: Getränkeflasche, Geschichten, Objekt der Erinnerung (falls gewünscht), Dinge, die ggf. in die Karos vernäht werden können und alles, was für Menschen individuell von Nutzen ist.
Vor Ort: Früchte, Tee, Zoom Looms, Wolle
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