Religion und Feminismus – ein Widerspruch in sich? Die ukrainische Femen-Aktivistin Inna Schewtschenko reist nach Deutschland, Österreich und in die USA, um im Gespräch mit Priesterinnen, Imaminnen, Rabbinerinnen, Theologinnen und anderen Aktivistinnen diese Frage zu erörtern. Der Fokus liegt dabei auf dem katholischen und orthodoxen Christentum, dem Judentum und dem Islam. Zu ihren illustren Gesprächspartnerinnen zählen die österreichische Bischöfin Christine Mayr-Lumetzberger, die Transgender-Rabbinerin Abby Stein, die iranische Bürgerrechtlerin Maryam Namazie sowie die französische Cartoonistin Coco, die den Anschlag auf Charlie Hebdo überlebte. Dem Regieduo Arash T. Riahi und Verena Soltiz ist ein inhaltlich und visuell beeindruckender Debattenfilm gelungen, der Religion aus einem feministischen Blickwinkel hinterfragt und Glaubenssymbole in kraftvolle Visionen weiblicher Emanzipation verwandelt. Maxi Braun schreibt in epd Film: "Bemerkenswert ist aber der Verlauf, den all diese Diskussionen nehmen. Egal wie erbittert und unversöhnlich die Streitenden in ihren Positionen bleiben, am Ende steht eine respekt- und sogar liebevolle Verabschiedung. We agree to disagree – eine Art der Kommunikation und Konfliktlösung, die der Welt und uns als Gesellschaft auch in vielen anderen Bereichen guttun würde."