Es ist Buchmesse in Leipzig – und bei uns gibt es diesmal einen spannenden Vortrag:
Was passiert, wenn wir weniger funktionieren und mehr spielen?
Wir wollen Sex. Mit Lebendigkeit, Achtsamkeit und Leichtigkeit.
Kreativ, abwechslungsreich und natürlich konsensuell. Und dann
kommen unsere Körper und unsere Psyche dazwischen. Verkrampftheit,
die verhindert, dass Berührungen sich gut anfühlen. Lust, die
ausbleibt. Penisse, die weich bleiben. Orgasmen, die zu früh kommen
– oder gar nicht.
Wir sind hochreflektiert, wissen wahnsinnig viel über Sex und
tragen trotzdem oft Scham und Selbstzweifel mit uns herum, weil es
schwer bleibt, dieses Wissen im eigenen Körper wirklich zu leben.
Als Sexualwissenschaftlerin habe ich zu sexuellen
Funktionsstörungen geforscht – und allein dieses Wort verrät schon
viel. Wir erwarten, dass Körper auf eine bestimmte Art reagieren,
zuverlässig, abrufbar, passend. Dabei liegt der Zauber von
Sexualität doch oft im Gegenteil: im Chaos, in der Überraschung, in
der Unvorhersehbarkeit.
Leistungsdruck und heteronormative Bilder machen es schwer,
Körperkontakt ohne Erwartungen zu genießen. Vielleicht geht es gar
nicht darum, sich weiter zu optimieren oder alles richtig zu
machen. Vielleicht geht es darum, sich wie eine
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Es ist Buchmesse in Leipzig – und bei uns gibt es diesmal einen spannenden Vortrag:
Was passiert, wenn wir weniger funktionieren und mehr spielen?
Wir wollen Sex. Mit Lebendigkeit, Achtsamkeit und Leichtigkeit.
Kreativ, abwechslungsreich und natürlich konsensuell. Und dann
kommen unsere Körper und unsere Psyche dazwischen. Verkrampftheit,
die verhindert, dass Berührungen sich gut anfühlen. Lust, die
ausbleibt. Penisse, die weich bleiben. Orgasmen, die zu früh kommen
– oder gar nicht.
Wir sind hochreflektiert, wissen wahnsinnig viel über Sex und
tragen trotzdem oft Scham und Selbstzweifel mit uns herum, weil es
schwer bleibt, dieses Wissen im eigenen Körper wirklich zu leben.
Als Sexualwissenschaftlerin habe ich zu sexuellen
Funktionsstörungen geforscht – und allein dieses Wort verrät schon
viel. Wir erwarten, dass Körper auf eine bestimmte Art reagieren,
zuverlässig, abrufbar, passend. Dabei liegt der Zauber von
Sexualität doch oft im Gegenteil: im Chaos, in der Überraschung, in
der Unvorhersehbarkeit.
Leistungsdruck und heteronormative Bilder machen es schwer,
Körperkontakt ohne Erwartungen zu genießen. Vielleicht geht es gar
nicht darum, sich weiter zu optimieren oder alles richtig zu
machen. Vielleicht geht es darum, sich wie eine Spielkatze zu
bewegen: neugierig, eigensinnig, ohne Plan. Bereit, mit dem eigenen
Körper eine wirklich gute Zeit zu haben – nach den eigenen Regeln.
Vortragende: Dr. Madita Hoy (sie/ihr) ist Sexualpsychologin und Gründerin des sexpositiven Spieleverlags Erotivity. Nach ihrer Promotion über die Psychologie weiblicher Lust und sexueller Zufriedenheit wollte sie etwas Sinnvolles mit diesem Nerd-Wissen machen und es dorthin bringen, wo Sexualität wirklich gelebt wird.
In ihrer Arbeit verbindet sie Erkenntnisse über Lust, Intimität und Kommunikation mit spielerischen und kreativen Formaten. Es geht darum, sich ohne Leistungsdruck auszuprobieren und Sexualität neugierig, reflektiert und mit Humor zu erforschen.
Bei Erotivity entstehen Spiele und Formate rund um selbstbestimmte Sexualität, emotionale Nähe und lustvolle Kommunikation – mit dem Ziel, Gespräche zu öffnen, Tabus abzubauen und neue Erfahrungsräume zu schaffen.
Datum: 18. März 2026
Uhrzeit: 20:00 – 21:30 Uhr
Ort: Sexshop Juicy, Arno-Nitzsche-Str. 20, 04277 Leipzig
Zugänglichkeit: Hier gibt es eine (unvollständige) Liste der Barrieren, die Juicy hat.
An diesem Abend werden wir auf dem Boden sitzen – einzelne Stühle stehen auch zur Verfügung.
Sprache: Deutsch
Kosten: kostenlos
Corona-Hinweis: Wir freuen uns, wenn ihr euch vorher testet. Masken dürfen auch sehr gern getragen werden!
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