Vortrag von Hanin Hannouch (Wien), anschließend im Gespräch mit Dinah Ehrenfreund (Hohenems)
Basierend auf dem Nachlass und der Sammlung im Weltmuseum Wien untersucht dieser Vortrag das fotografische Werk von Siegfried Langer im Jemen. Die Analyse folgt dabei zwei Schwerpunkten: Erstens wird Langers Praxis durch eine Gegenüberstellung mit den etablierten Ateliers von A.C. Gomes und I. Benghiat & Son kontextualisiert. Indem das Wirken dieser lokalen Akteure – darunter die einflussreiche jüdische Familie Benghiat – beleuchtet wird, dezentriert der Vortrag die herkömmliche Erzählung vom europäischen Entdecker-Fotografen. Zweitens wird das „Nachleben“ einer ikonischen Aufnahme Langers analysiert: Die Fotografie eines sephardischen Juden, die durch den Kurator Franz Heger instrumentalisiert wurde, um rassistische Theorien der Zeit visuell zu untermauern.
Dr. Hanin Hannouch (sie/ihr) ist Kuratorin für analoge und digitale Medien am Weltmuseum Wien, wo sie für die Sammlungen Fotografie, Film und Ton verantwortlich ist. Im Jahr 2025 wurde sie Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für die Geschichte der Fotografie und Chefredakteurin der Zeitschrift PhotoResearcher. Sie hat die Ausstellung Wer Hat die Hosen an? co kuratiert, Washerwoman von Shannon Alonzo
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Vortrag von Hanin Hannouch (Wien), anschließend im Gespräch mit Dinah Ehrenfreund (Hohenems)
Basierend auf dem Nachlass und der Sammlung im Weltmuseum Wien untersucht dieser Vortrag das fotografische Werk von Siegfried Langer im Jemen. Die Analyse folgt dabei zwei Schwerpunkten: Erstens wird Langers Praxis durch eine Gegenüberstellung mit den etablierten Ateliers von A.C. Gomes und I. Benghiat & Son kontextualisiert. Indem das Wirken dieser lokalen Akteure – darunter die einflussreiche jüdische Familie Benghiat – beleuchtet wird, dezentriert der Vortrag die herkömmliche Erzählung vom europäischen Entdecker-Fotografen. Zweitens wird das „Nachleben“ einer ikonischen Aufnahme Langers analysiert: Die Fotografie eines sephardischen Juden, die durch den Kurator Franz Heger instrumentalisiert wurde, um rassistische Theorien der Zeit visuell zu untermauern.
Dr. Hanin Hannouch (sie/ihr) ist Kuratorin für analoge und digitale Medien am Weltmuseum Wien, wo sie für die Sammlungen Fotografie, Film und Ton verantwortlich ist. Im Jahr 2025 wurde sie Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für die Geschichte der Fotografie und Chefredakteurin der Zeitschrift PhotoResearcher. Sie hat die Ausstellung Wer Hat die Hosen an? co kuratiert, Washerwoman von Shannon Alonzo in Theseus Tempel kuratiert und momentan fokussiert sie sich auf ihre kommende Ausstellung Blutregen: Fotografie und Waffenhandel. Hanin Hannouch ist Expertin für Farbfotografie um 1900 mit Publikationen wie The Autochrome in Imperial History (2025), Three-Color Photography around 1900: Technologies, Expeditions, Empires, und Gabriel Lippmann’s Color Photography: Science, Media, Museums (Amsterdam University Press, 2022). Darüber hinaus ist Hanin begeistert von der Verwendung der analogen Fotografie des 19. Jahrhunderts in der heutigen Zeit, sowohl als künstlerisches Medium als auch als gegenkulturelle gesellschaftliche Bewegung. Sie war 2024 Hauptjurorin des Rotlicht Festivals und hat diese Nominierung auch für 2025 wieder angenommen.
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