Die Referentin ist ehemalige Vizedirektorin des Staatssekretariats für Migration und war in dieser Funktion mit verantwortlich für die Grenzschliessung und die Einreisebeschränkungen während der Corona Pandemie. Am 16. März 2020 rief der Bundesrat gestützt auf das Epidemiengesetz die «ausserordentliche Lage» aus und verordnete den ersten sogenannten «Lockdown». Gleichentags führte die Schweiz zu ihren Nachbarstaaten, ausser dem Fürstentum Liechtenstein, Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen ein. Ohne triftigen Grund durften nicht in der Schweiz wohnhafte Ausländer nicht mehr in die Schweiz einreisen. Nur Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die im benachbarten Ausland wohnten und in der Schweiz arbeiteten, durften weiterhin einreisen. Der Bundesrat empfahl ausserdem Schweizer Reisenden im Ausland, an ihren Wohnsitz zurückzukehren, und organisierte eine Rückholaktion, während derer bis Ostern 3'000 Schweizer mittels Sonderflügen mit Flugzeugen der Swiss und Edelweiss in die Schweiz fliegen konnten. Damit wurde auch die Landgrenze im Rheintal geschlossen, mit teilweise weitreichenden Auswirkungen für die Betroffenen.
Am Jahrestag dieser seit dem zweiten Weltkrieg einmaligen Grenzschliessung berichtet die Referentin darüber, welche Faktoren damals zu diesen Entscheiden
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Die Referentin ist ehemalige Vizedirektorin des Staatssekretariats für Migration und war in dieser Funktion mit verantwortlich für die Grenzschliessung und die Einreisebeschränkungen während der Corona Pandemie. Am 16. März 2020 rief der Bundesrat gestützt auf das Epidemiengesetz die «ausserordentliche Lage» aus und verordnete den ersten sogenannten «Lockdown». Gleichentags führte die Schweiz zu ihren Nachbarstaaten, ausser dem Fürstentum Liechtenstein, Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen ein. Ohne triftigen Grund durften nicht in der Schweiz wohnhafte Ausländer nicht mehr in die Schweiz einreisen. Nur Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die im benachbarten Ausland wohnten und in der Schweiz arbeiteten, durften weiterhin einreisen. Der Bundesrat empfahl ausserdem Schweizer Reisenden im Ausland, an ihren Wohnsitz zurückzukehren, und organisierte eine Rückholaktion, während derer bis Ostern 3'000 Schweizer mittels Sonderflügen mit Flugzeugen der Swiss und Edelweiss in die Schweiz fliegen konnten. Damit wurde auch die Landgrenze im Rheintal geschlossen, mit teilweise weitreichenden Auswirkungen für die Betroffenen.
Am Jahrestag dieser seit dem zweiten Weltkrieg einmaligen Grenzschliessung berichtet die Referentin darüber, welche Faktoren damals zu diesen Entscheiden führten und wie sie in der Praxis umgesetzt wurden. Sie reflektiert dabei im Sinne eines Praxisberichts das behördliche Handeln in Krisenzeiten, den behördlichen Ermessenspielraum und den Umgang mit der Bevölkerung.
Eine Veranstaltung der Fachstelle Integration Rheintal in Kooperation mit dem Museum Prestegg und dem Jüdischen Museum Hohenems im Rahmen des Projekts «Aktionstage gegen Rassismus» unterstützt durch den Kanton St. Gallen - Gleichstellung und Integration.
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