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Kunsthandwerkerin im Museum

Kunsthandwerkerin im Museum Museum Appenzell, Hauptgasse 4, 9050 Appenzell Billets
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Museum Appenzell, Appenzell (CH)

Die Handstickerei als Gewerbe wurde in der Ostschweiz Mitte des 18. Jahrhunderts eingeführt und entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Handelszweig. In Appenzell Innerrhoden verbreitete sich das Stickereigewerbe nach 1800 mit dem Zusammenbruch der Handspinnerei. Die Innerrhoder Stickerinnen arbeiteten zuerst im Auftrag von st.gallischen und ausserrhodischen Fabrikanten, welche im Verlagssystem Produktion und Verkauf organisierten. In erster Linie führten sie Arbeiten in Kettenstichstickerei aus. Weit wichtiger für Appenzell Innerrhoden sollte jedoch die anspruchsvolle Plattstichstickerei werden.

Feine Stickereien für Pariser Modehäuser
In den 1830er Jahren entwickelte sich die Plattstichstickerei zu einem selbständigen Gewerbe und wurde in Abgrenzung zur älteren Kettenstichstickerei als Feinstickerei bezeichnet. Zum Aufschwung der Plattstichstickerei trug die Mode massgeblich bei. Taschentücher, Kragen, Manschetten und Besätze aller Art wurden mit Plattstichen bestickt. Die neuen Artikel verbreiteten sich erfolgreich in ganz Frankreich.

Grosse Pariser Modehäuser liessen von ihren Entwerfern Dessins anfertigen und schickten die damit bedruckten Stoffe, so genannte „Stickböden“, an die Ostschweizer Stickereifirmen. Der Handel mit Frankreich brachte vielen Innerrhoderinnen

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Die Handstickerei als Gewerbe wurde in der Ostschweiz Mitte des 18. Jahrhunderts eingeführt und entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Handelszweig. In Appenzell Innerrhoden verbreitete sich das Stickereigewerbe nach 1800 mit dem Zusammenbruch der Handspinnerei. Die Innerrhoder Stickerinnen arbeiteten zuerst im Auftrag von st.gallischen und ausserrhodischen Fabrikanten, welche im Verlagssystem Produktion und Verkauf organisierten. In erster Linie führten sie Arbeiten in Kettenstichstickerei aus. Weit wichtiger für Appenzell Innerrhoden sollte jedoch die anspruchsvolle Plattstichstickerei werden.

Feine Stickereien für Pariser Modehäuser
In den 1830er Jahren entwickelte sich die Plattstichstickerei zu einem selbständigen Gewerbe und wurde in Abgrenzung zur älteren Kettenstichstickerei als Feinstickerei bezeichnet. Zum Aufschwung der Plattstichstickerei trug die Mode massgeblich bei. Taschentücher, Kragen, Manschetten und Besätze aller Art wurden mit Plattstichen bestickt. Die neuen Artikel verbreiteten sich erfolgreich in ganz Frankreich.

Grosse Pariser Modehäuser liessen von ihren Entwerfern Dessins anfertigen und schickten die damit bedruckten Stoffe, so genannte „Stickböden“, an die Ostschweizer Stickereifirmen. Der Handel mit Frankreich brachte vielen Innerrhoderinnen lohnende Verdienstmöglichkeiten, da sie nicht nur ihr Handwerk ausgezeichnet beherrschten, sondern auch grosses Talent in der Umsetzung der fein gezeichneten Muster zeigten. Neben Frankreich eroberten die kostbaren Stickereien bald alle von der Pariser Mode beeinflussten Länder.  



Quelle:
thurgaukultur.ch - das Kulturportal für den Thurgau, mit Terminen, Themen & Menschen, die zu reden geben.

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Organisateur

Museum Appenzell

Total: XX.XX CHF

Infos

Lieu:

Museum Appenzell, Hauptgasse 4, Appenzell, CH

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Organisateur

Kunsthandwerkerin im Museum est organisé par:

Museum Appenzell

Catégorie: Science & Technologie