Das Muskelspiel, die ausgestellte Virtuosität ist Lüscher fremd. Es geht um die Gestaltung des Klangs und die kreative Suche nach der tragenden Melodie. Das sanfte Aushauchen des Vergangenen, das energisch-offene Schreien und Fauchen dem Neuen entgegen. Im Quartett ist dieses Konzept perfekt besetzt: Lüschers Bruder Thomas tendiert im Zusammenspiel mit dem aus dem Nik-Bärtsch-Orbit gelandeten Schlagzeuger Kaspar Rast zu impressionistischen Klangflächen, während Björn Meyer seinen sechssaitigen E-Bass zuweilen als tiefergelegte Gitarre begreift, aber aus der Tiefe des Raums auch gewaltig nach vorne drücken kann.
Marcel Lüscher, saxes/cl/bcl
Björn Meyer, b
Kaspar Rast, d
Thomas Lüscher, p