Eine Frau nimmt die Sprache so wörtlich, dass sie alle Krankheiten oder Symptome bekommt, von denen sie hört oder liest. Erkrankt durch Sprache, sucht sie auch ihre Heilung in der Sprache – in ausgestorbenen, Universal- oder Kunstsprachen und mit immer radikaleren Sprachspielen. (Elias Hirschl, "Schleifen", 2026)
Literarische Lesungen des Collegium generale: Neues aus Österreich
Ist Österreich das Irland des deutschsprachigen Raums? So wie Irland herausragende Schriftsteller hervorgebracht hat, darunter vier Nobelpreisträger, die weit über das kleine Land hinaus wirkten, so ist auch die österreichische Literatur besonders eigenständig und international sichtbar – sprachkritisch, experimentell, sarkastisch und witzig: etwa mit Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler und Thomas Bernhard, Marlene Streeruwitz, Elfriede Jelinek und Peter Handke. Wir lernen vier Autor’innen kennen und sprechen mit ihnen über ihre neuesten Romane.
In jedem Herbstsemester veranstaltet das Collegium generale der Universität Bern einen Zyklus Literarischer Lesungen. Das Thema im Herbst 2026 steht unter dem Titel "Neues aus Österreich".