Rap Talk Nr. 6/6 - Rapkünstler Lo & Leduc im Gespräch mit Okan Yilmaz
Wo das Sprechen zum Singen wird, sagt es andere Dinge; und es sagt Dinge anders.
„Irgendwie isch grad chli schräg, mir gsehnd doch alli was passiert, aber chönt nümm drüber rede“ – aber: „wär simer wemer säge mir“? Und weshalb erzählen wir oft mehr über uns selbst, wenn wir über andere sprechen? Mit dieser Spannung im Gepäck legen die Berner Lo & Leduc auf ihrem brandneuen Album „Krise als Chanson“ den Finger auf die offene Wunde der Gegenwart. Entlang zentraler Konfliktlinien unserer Zeit zeichnen sie eine Welt, in welcher der frühe Vogel im Finstern fliegt, Gefahr läuft, orientierungslos nach rechts abzudriften, und die digitale Anzeige der gesellschaftlichen Gerechtigkeitswaage nur noch Error anzeigt. Darüber gilt es zu reden. Wie schön, dass die beiden auf ihrer Novembertour „öppis angers“ wagen und den Diskurs nicht nur musikalisch verhandeln, sondern unmittelbar weiterführen: direkt von der Bühne der Luzerner Schüür ins Literaturhaus Zürich.
Über die Reihe «Zwischen Demut und Grössenwahn»
Von der Bühne in die Wissenschaft, von der Strasse ins Feuilleton und vom Reim zur Reflexion – kaum eine andere zeitgenössische Strömung sprachlicher Ausdruckskunst wird so unterschiedlich
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Rap Talk Nr. 6/6 - Rapkünstler Lo & Leduc im Gespräch mit Okan Yilmaz
Wo das Sprechen zum Singen wird, sagt es andere Dinge; und es sagt Dinge anders.
„Irgendwie isch grad chli schräg, mir gsehnd doch alli was passiert, aber chönt nümm drüber rede“ – aber: „wär simer wemer säge mir“? Und weshalb erzählen wir oft mehr über uns selbst, wenn wir über andere sprechen? Mit dieser Spannung im Gepäck legen die Berner Lo & Leduc auf ihrem brandneuen Album „Krise als Chanson“ den Finger auf die offene Wunde der Gegenwart. Entlang zentraler Konfliktlinien unserer Zeit zeichnen sie eine Welt, in welcher der frühe Vogel im Finstern fliegt, Gefahr läuft, orientierungslos nach rechts abzudriften, und die digitale Anzeige der gesellschaftlichen Gerechtigkeitswaage nur noch Error anzeigt. Darüber gilt es zu reden. Wie schön, dass die beiden auf ihrer Novembertour „öppis angers“ wagen und den Diskurs nicht nur musikalisch verhandeln, sondern unmittelbar weiterführen: direkt von der Bühne der Luzerner Schüür ins Literaturhaus Zürich.
Über die Reihe «Zwischen Demut und Grössenwahn»
Von der Bühne in die Wissenschaft, von der Strasse ins Feuilleton und vom Reim zur Reflexion – kaum eine andere zeitgenössische Strömung sprachlicher Ausdruckskunst wird so unterschiedlich bewertet wie die Texte aus der Quelle des Rap. Okan Yilmaz hat Germanistik und Philosophie an der Universität Zürich studiert, unterrichtet Deutsch an einem Gymnasium und beleuchtet mit unterschiedlichen Gäst*innen in der Lesereihe «Zwischen Demut und Grössenwahn» die Poetik des deutschen Rap als literarisches, kulturelles und politisches Phänomen.
Die nächsten Termine:
Good News: Die Lesereihe geht im März 2027 in eine zweite Runde - stay tuned! <3
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