Hühnerzucht | Macht | Dekadenz
Was für eine schöne Utopie: grosse Feldherren, die keine Lust auf ihr Imperium haben und lieber als Hühnerzüchter leben.
Romulus der Grosse, letzter Kaiser des römischen Reiches, weilt auf seinem Sommersitz und kümmert sich keinen Deut um die Staatsgeschäfte. Er interessiert sich nur für seine Hühnerzucht. Seine Minister werden nervös. Sie flehen den Kaiser an, endlich etwas gegen die anstürmenden Germanen zu unternehmen. Doch Romulus denkt nicht im Traum daran. Er ist auch nicht bereit, sein Reich durch Verkauf an den Industriellen Cäsar Rupf zu retten. Ganz im Gegenteil: Romulus hat sich eigens an die Spitze des Römischen Reiches intrigiert, um es dem Untergang preiszugeben. «Es ist ein Weltreich geworden und damit eine Einrichtung, die öffentlich Mord, Plünderung, Unterdrückung und Brandschatzung auf Kosten der anderen Völker betreibt.»
Romulus’ Entourage flieht. Allein stellt er sich den Germanen, als sie seine Villa erreichen. Doch Romulus hat die Rechnung nicht mit dem germanischen Fürsten Odoaker gemacht. Aus Furcht vor der Entstehung eines grossen germanischen Reiches, ist dieser gekommen, um sich Romulus zu unter-werfen. Friedrich Dürrenmatt imaginiert machtmüde Macht-haber und treibt sein bitterböses Spiel mit den vermeintlich
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Hühnerzucht | Macht | Dekadenz
Was für eine schöne Utopie: grosse Feldherren, die keine Lust auf ihr Imperium haben und lieber als Hühnerzüchter leben.
Romulus der Grosse, letzter Kaiser des römischen Reiches, weilt auf seinem Sommersitz und kümmert sich keinen Deut um die Staatsgeschäfte. Er interessiert sich nur für seine Hühnerzucht. Seine Minister werden nervös. Sie flehen den Kaiser an, endlich etwas gegen die anstürmenden Germanen zu unternehmen. Doch Romulus denkt nicht im Traum daran. Er ist auch nicht bereit, sein Reich durch Verkauf an den Industriellen Cäsar Rupf zu retten. Ganz im Gegenteil: Romulus hat sich eigens an die Spitze des Römischen Reiches intrigiert, um es dem Untergang preiszugeben. «Es ist ein Weltreich geworden und damit eine Einrichtung, die öffentlich Mord, Plünderung, Unterdrückung und Brandschatzung auf Kosten der anderen Völker betreibt.»
Romulus’ Entourage flieht. Allein stellt er sich den Germanen, als sie seine Villa erreichen. Doch Romulus hat die Rechnung nicht mit dem germanischen Fürsten Odoaker gemacht. Aus Furcht vor der Entstehung eines grossen germanischen Reiches, ist dieser gekommen, um sich Romulus zu unter-werfen. Friedrich Dürrenmatt imaginiert machtmüde Macht-haber und treibt sein bitterböses Spiel mit den vermeintlich Starken dieser Welt.
Nach «Maria Stuart» in der vergangenen Saison kommt eine weitere Inszenierung von Oliver Keller, Co-Schauspieldirektor des TOBS! Theater Orchester Biel Solothurn, als Gastspiel ans Theater Casino Zug.
18:45 Uhr | Einführung
Duer: ca. 120 Min. inkl. Pause
Alter: 12+
Sprache: Deutsch
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