Gespräch mit Artists at Risk und Barış Seyitvan
Unterwegs kurz anhalten, schnell noch Getränke, Chips oder wichtige Dinge des täglichen Bedarfs kaufen und auf Nachbarn treffen. Spätis sind weit mehr als kleine Verkaufsstellen. Es sind sozio-kulturelle Orte, die nicht nur mit unüblichen Öffnungszeiten, sondern mit bunten, oft unerwarteten Angeboten und Begegnungen punkten. Ein gut sortierter Späti gehört in jeden Kiez – so auch ins Humboldt Forum.
Unser SPÄTI öffnet alle zwei Wochen freitags im großen Foyer, schert sich wenig um die offiziellen Öffnungszeiten und hat neben den obligatorischen Getränken Gespräche und Musik im Sortiment. Hier geben Künstler*innen erste Einblicke in ihre Arbeiten, spielen Musiker*innen neue Kompositionen oder präsentieren Designer*innen innovative Entwürfe. SPÄTI ist eine kleine Bühne des Unvollendeten, der ungewöhnlichen Konzepte und der ungeplanten Zusammenkunft. Sie wollen eigentlich nur ein Wegbier? Im SPÄTI erhalten Sie ein paar neue Ideen und Gespräche dazu – ohne Anmeldung und kostenfrei.
An diesen Abend präsentieren wir ein Gespräch mit dem kurdischen Künstler und Kurator Barış Seyitvan sowie den Gründer*innen von Artists at Risk, Marita Muukkonen und Ivor Stodolsky. Musik von DJ Hebûn.
Viele Künstlerinnen können derzeit in ihren
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Gespräch mit Artists at Risk und Barış Seyitvan
Unterwegs kurz anhalten, schnell noch Getränke, Chips oder wichtige Dinge des täglichen Bedarfs kaufen und auf Nachbarn treffen. Spätis sind weit mehr als kleine Verkaufsstellen. Es sind sozio-kulturelle Orte, die nicht nur mit unüblichen Öffnungszeiten, sondern mit bunten, oft unerwarteten Angeboten und Begegnungen punkten. Ein gut sortierter Späti gehört in jeden Kiez – so auch ins Humboldt Forum.
Unser SPÄTI öffnet alle zwei Wochen freitags im großen Foyer, schert sich wenig um die offiziellen Öffnungszeiten und hat neben den obligatorischen Getränken Gespräche und Musik im Sortiment. Hier geben Künstler*innen erste Einblicke in ihre Arbeiten, spielen Musiker*innen neue Kompositionen oder präsentieren Designer*innen innovative Entwürfe. SPÄTI ist eine kleine Bühne des Unvollendeten, der ungewöhnlichen Konzepte und der ungeplanten Zusammenkunft. Sie wollen eigentlich nur ein Wegbier? Im SPÄTI erhalten Sie ein paar neue Ideen und Gespräche dazu – ohne Anmeldung und kostenfrei.
An diesen Abend präsentieren wir ein Gespräch mit dem kurdischen Künstler und Kurator Barış Seyitvan sowie den Gründer*innen von Artists at Risk, Marita Muukkonen und Ivor Stodolsky. Musik von DJ Hebûn.
Viele Künstlerinnen können derzeit in ihren Herkunftsländern nicht frei oder sicher arbeiten. Artists at Risk (AR) ist eine internationale Organisation, die Künstlerinnen unterstützt, deren Freiheit, Sicherheit oder Leben bedroht sind, indem sie Residenzen in Gastländern – darunter auch Deutschland – ermöglicht.
Marita Muukkonen und Ivor Stodolsky sprechen mit dem ehemaligen AR-Resident Barış Seyitvan, einem unabhängigen kurdischen Künstler und Kurator aus Diyarbakır. Seine Ausstellungen befassen sich mit Geschichte, Ökologie, Geografie und Politik sowie mit Themen, die die kurdische Erfahrung prägen – etwa Sprache, Exil, Geschlecht und Vertreibung.
Die AR-Gründerinnen Marita Muukkonen und Ivor Stodolsky geben Einblicke in mehr als ein Jahrzehnt Engagement für die Verteidigung der künstlerischen Freiheit. Seit 2013 hat die Initiative über ein globales Netzwerk von mehr als 330 Partnerinstitutionen mehr als 1.200 Künstlerinnen und Kulturakteur*innen unterstützt.
Das Gespräch beleuchtet aktuelle Herausforderungen und Erfolge und stellt zudem das neuere Programm Ecologists at Risk vor.
BETEILIGTE
Artists at Risk (AR)
Artists at Risk (AR) unterstützt Künstler*innen, deren Freiheit oder Leben bedroht ist. Das Programm wird von der internationalen NGO Perpetuum Mobile ry betrieben und arbeitet an der Schnittstelle von Menschenrechten und Kunst.
Seit 2013 hat sich AR zu einem weltweiten Netzwerk aus Kunstinstitutionen, NGOs, Städten und internationalen Organisationen entwickelt, das Künstler*innen unterstützt, die vor Verfolgung, Unterdrückung, Krieg oder Terror fliehen.
Bis heute hat AR mehr als 1.100 Künstlerinnen und Kulturarbeiterinnen an über 330 Partnerinstitutionen weltweit unterstützt. Das in Helsinki ansässige Sekretariat koordiniert das globale Netzwerk und ermöglicht Residenzen, finanzielle Unterstützung und Sichtbarkeit für gefährdete Künstler*innen.
Zu den unterstützten Künstlerinnen zählen sowohl weniger bekannte als auch international renommierte Persönlichkeiten, darunter Mitglieder von Pussy Riot, der somalische Popmusiker Lil Balil, die vietnamesische Dissidentin Mai Khoi und der ägyptische Dichter Galal El-Behairy. Mit Veranstaltungen und dem Artists at Risk Pavilion präsentiert AR zudem die Arbeiten seiner Residentinnen.
Barış Seyitvan
Barış Seyitvan ist ein unabhängiger kurdischer Künstler und Kurator aus Diyarbakır (Türkei) und lebt heute in Berlin. Seit über 20 Jahren arbeitet er mit Kunstinstitutionen, Künstler*innen und Non-Profit-Organisationen und beschäftigt sich insbesondere mit zeitgenössischer Kunst und Migration im Nahen Osten. Seine Arbeit reflektiert die transnationalen Realitäten der kurdischen Diaspora.
Seine Ausstellungen befassen sich mit Themen wie Geschichte, Ökologie, Geografie und Politik sowie mit Sprache, Exil, Gender und Vertreibung. Seyitvan arbeitet mit zahlreichen Künstler*innen aus dem Nahen Osten weltweit zusammen und organisiert Ausstellungen in verschiedenen Städten. Er war Artists at Risk (AR)-Resident in Helsinki und Berlin.
Hebûn
Hebûn ist Produzent und DJ und lebt in Deutschland. Seit 2019 produziert er elektronische Musik, nachdem er zuvor viele Jahre als Perkussionist aktiv war. In seiner Arbeit verbindet er kurdische musikalische Identität mit tiefen elektronischen Sounds und Synthesizern und legt besonderen Wert auf die feinen Details beider Klangwelten.
Weitere Informationen: kostenfrei. Ort: Mechanische Arena im Foyer des Humboldt Forums. Teil von: SPÄTI
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