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Im Interview: die Arbeit des Event-Fotografen Boris Baldinger

29.10.2020

David Blum

Im Interview: die Arbeit des  Event-Fotografen Boris Baldinger - Der Eventfrog Blog
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Seit nun mehr als fünf Jahren ist Boris Baldinger selbstständig als Fotograf tätig. Unter anderem ist er auch sehr erfolgreich als Event-Fotograf an unzähligen Events dafür verantwortlich, fotografisch die Erinnerungen an die Anlässe festzuhalten.

Der Vater von drei Kindern arbeitet als Fotograf hauptsächlich in den Bereichen Business und Corporate Branding. Neu setzt er auch verstärkt auf Personal Branding, bei welchem er mit passenden Fotos starke Persönlichkeiten stilsicher portraitiert.

Im Interview versuchten wir herauszufinden, welche Herausforderungen man als Event-Fotograf zu meistern hat und was er von einem Veranstalter wissen muss, um erfolgreich an seinem Event zu fotografieren.

Boris Baldinger 1 Quer

Boris Baldinger

Vater von drei Kindern. Visual-Storyteller und leidenschaftlicher Businessfotograf. Boris hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brands in Bildern darzustellen. Sein spezieller Fokus gilt auch dem Personal Branding in seiner Porträt-Fotografie.

Hallo Boris. Du bist ja schon eine ganze Weile als selbstständiger Fotograf unterwegs. Was war bisher die grösste Herausforderung während deiner Selbstständigkeit?
Wir schreiben das Jahr 2020. Das Jahr von COVID-19. Abgesagte Events. Homeoffice. Abstands-Regel. Für mich ist dieses Jahr geschäftlich sicherlich das Schwierigste. Rein fotografisch gesehen, stelle ich mich immer wieder gerne neuen Herausforderungen. Nur so kann ich Neues lernen. Aus meiner Komfort-Zone kommen und besser werden.

Dein Angebot an visuellen Dienstleistungen ist sehr vielfältig. Was kann man beim Fotografen Boris Baldinger alles buchen, was bietest du an?
Ich mag Menschen. Deshalb biete ich alles rund um die Menschenfotografie im Businessumfeld an. Ich porträtiere Verwaltungsräte*innen, Geschäftsleitungen und Mitarbeiter*innen. Aber auch Firmen-Events und andere Veranstaltungen werden von mir dokumentiert.

Mein Steckenpferd ist die Personal-Branding-Fotografie. Ich porträtiere dabei Einzelpersonen und erarbeite so gemeinsam mit ihnen einen authentischen und einzigartigen Foto-Stock für die Webseite, Social Media und Fachartikel. Dabei spielt es keine Rolle, ob meine Kunden Solopreneure oder innerhalb eines Konzerns unterwegs sind.

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Stichwort Eventfotografie: Was bietest du in diesem Bereich konkret an?
Events im Businessumfeld sind meine Spezialität. Ich decke Firmen-Events wie z.B. den Smart Business Day von Namics oder internationale Anlässe wie das World Economic Forum Annual Meeting in Davos (bei dem ich als offizieller Fotograf vom WEF angestellt bin) ab.

Ich stehe auch gerne beratend zur Seite. Mein Wissen rund um die Eventfotografie ist gross. Dieses Wissen stelle ich meinen Kunden gerne zur Verfügung.

Was zeichnet deine Arbeit als Eventfotograf besonders aus?
Ich durfte in meiner Zeit als freischaffender Fotograf einige Events dokumentieren. Dabei habe ich gelernt, Events richtig zu lesen. So stehe ich immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ausserdem lade ich meine Bilder oft direkt, live ins Internet. Schneller geht es kaum.

Welche Herausforderungen bringt die Eventfotografie mit sich?
Das fragst du mich im Jahr 2020? ;-) Ich glaube ein Teil der Licht-Techniker mag Fotografen nicht so sehr. Die moderne LED Beleuchtung kann für einen digitalen Kamera-Sensor eine Herausforderung sein. Reines Rot, Grün oder Blau sind Gift dafür. Vor allem die blaue LED Beleuchtung kann sehr unschöne Fragmentierungen auf dem Foto geben. Da gibt es keine andere Lösung als eine Schwarz-Weiss Wandlung.

Auch sehr geschätzt (nicht wirklich) sind Monitore und Display-Systeme mit einer unmöglichen Bildwiederholungsrate (Streifen-Muster) oder DLP-Beamer (grauenhafte Farbverläufe).

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Was war bisher dein grösstes Lowlight und welches dein grösstes Highlight als Eventfotograf?
Lowlight: 2020! Highlight: Für mich ist es ganz klar das WEF. Als einer der offiziellen Fotografen darf ich seit 2017 viele Menschen porträtieren, die ich sonst nur aus dem Fernsehen kenne. Shakira, Forest Whitaker, Matt Damon, Jacinda Ardern, António Guterres, H. R. H. The Duke of Cambridge, Al Gore, Christine Lagarde und viele mehr. Im Jahr 2018 hatte ich am WEF den amerikanischen Präsidenten vor der Linse.

Wie sieht so ein Arbeitstag oder -abend als Eventfotograf aus? 
Vom Start des Events bis zum Ende arbeite ich hoch konzentriert, um keinen Moment zu verpassen. Es gibt in der Regel keine grosse Verschnaufpausen. Dabei suche ich aber auch immer die Nähe der Eventbesucher – soweit das möglich ist. Ich bin ein Teil des Events – und nicht nur der dokumentierende Fotograf.

Wenn nun ein Veranstalter von seinem Event gute Fotos braucht: Welche Angaben brauchst du vom Veranstalter, damit du ihm ein Angebot machen kannst?
Eigentlich nur das Datum oder den Zeitraum, Einsatzdauer, Ablaufplan, erwartete Lieferzeiten der Fotos.

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Gibt es ein oder mehrere Lieblingsbilder aus deiner Arbeit als Eventfotograf?
Bei jedem Event gibt es Bilder, die mir besonders gut gefallen. Da stimmt einfach alles. Aber ein einzelnes Lieblingsbild über alle Events gibt es bei mir nicht.

Aktuell diktiert ja das Corona-Virus auch die Eventbranche. Welche Vorkehrungen musst du diesbezüglich bei deiner Arbeit als Eventfotograf treffen?
Sofern ein Event durchgeführt werden kann, halte ich mich an die Vorgaben des Bundes, mein eigenes Schutzkonzept und das Schutzkonzept vom Veranstalter.

Wenn du eine Botschaft an alle Veranstalter hättest, die bislang noch keine Fotos von ihren Events erstellen liessen, wie würde sie lauten?
Langfristig denken, heisst das Stichwort. Einerseits ist eine Event-Galerie ein visuelles Tagebuch. Andererseits können diese Bilder dazu verwendet werden, weitere Events zu bewerben. So bekommen zukünftige Gäste einen Eindruck vom Geschehen und buchen eher ein (kostenpflichtiges) Ticket.

Viele Veranstalter haben das Potenzial der Event-Dokumentation noch nicht erkannt. Fotos können viel mehr, als „nur“ in der Galerie existieren. Mit diesen Fotos kann man arbeiten. Sei es in einem Blogpost, in Social-Media Posts oder als Dankeskarte nach dem Event. Natürlich könnte ich diese Liste noch um einiges verlängern.

Vielen herzlichen Dank für das spannende Interview, Boris. Wir wünschen dir weiterhin viele spannende Events und Highlights, die du fotografisch festhalten kannst.

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