Ein poetisch-politischer Abend über Grenzen, Reisen, Kolonialismus und die westliche Gewalt gegen die Welt.
Menschen bewegen sich nicht gleich durch die Welt. Was für die einen ein Durchgangstor ist, wird für andere zur unüberwindbaren Grenze. Wer reisen darf, wer bleiben muss und wer sich scheinbar selbstverständlich überall bewegen kann, ist eine Frage von Macht.
In Sinthujan Varatharajahs neuem Essayband geht es um Reisen und modernen Tourismus – um eine vermeintlich harmlose westliche Kulturpraxis, die für viele als Freiheit und Lebensversprechen gilt und gleichzeitig eng mit kolonialen Kontinuitäten, Ungleichheit und Zerstörung verbunden ist.
Poetisch und präzise verbindet Sinthujan Varatharajah persönliche Beobachtungen mit politischer Analyse und fragt danach, wie Grenzen, Bewegung und Berührung unsere Gegenwart prägen – und wie neues Wissen unseren Blick auf die Welt verändern kann.
Am 16. November um 19 Uhr ist Sinthujan Varatharajah bei ƒome Books in Willisau zu Gast. Durch den Abend führt Anina Mathivannan. Gemeinsam sprechen die beiden über das Buch, über Grenzen und Bewegungsfreiheit, Tourismus und Kolonialismus – und darüber, was es bedeutet, sich durch eine Welt zu bewegen, in der nicht alle dieselben Möglichkeiten haben.