Vor 92 Jahren brannten überall in Deutschland die Bücher oder sie wurden aus Bibliotheken und öffentlichen Einrichtungen entfernt. Wer das geschriebene Wort kontrolliert, erwartet die alleinige Deutungshoheit und ein Ende des Diskurses. Zensur ist ein weltweites Problem und betrifft keineswegs nur Diktaturen und autoritäre Regime, wie man anhand der vielen verbotenen Kinderbücher, Romane und Sachbücher in den USA während der vergangenen Jahre beobachten kann.
Wie wirkt sich Book Bans und Zensur auf die Meinungsfreiheit aus und welche Folgen haben sie für das Demokratieverständnis einer Gesellschaft? Wie können wir trotz unterschiedlicher Meinungen im Austausch bleiben ohne uns gegenseitig zensieren zu wollen? Diese und weitere Fragen diskutieren Tanja Graf (Literaturhaus München), Colette Schmidt (Journalistin bei Der Standard), Carola Lentz (Goetheinstitut a.D.) und Prof. Dr. Nikola Roßbach (Universität Kassel).
Die Veranstaltung ist Teil der „Woche der Meinungsfreiheit“, die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels initiiert wurde. Unter dem Motto „Streiten? Unbedingt!“ werden bundesweit vom 3. bis 10. Mai 2025 zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt, die das Thema Meinungsfreiheit beleuchten.
Teilnahme kostenfrei. Keine Anmeldung notwendig. Weiter Informationen unter nsdoku.de/programm.