Bedrohte Erinnerung: Dokumentieren und Bewahren für Afghanistans Zukunft?
Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 wurden in Afghanistan erneut zahlreiche Bücher, Texte und bildliche Darstellungen verboten und Dokumentation gezielt vernichtet. Für einen Teil dieser Bestände konnten ausserhalb des Landes Schutzorte in Archiven, Bibliotheken und Sammlungen gefunden werden.
Für manche dieser Bestände konnten durch Bemühungen verschiedener Personen “Safe Havens”, also sichere Orte in Archiven, Bibliotheken und Sammlungen ausserhalb des Landes gefunden werden.
Welche Bedeutung haben diese Bestände – insbesondere für Afghan:innen – für die Geschichtsschreibung, das kollektive Gedächtnis und das kulturelle Erbe des Landes? Wie wichtig ist die Dokumentation früherer Menschenrechtsverletzungen und gegenwärtiger Gewalterfahrungen in Afghanistan? Welche Rolle das Dokumentieren und Bewahren von Informationen dabei spielt,für den zukünftigen Umgang als Gesellschaft mit den Folgen gewaltvoller Konflikte spieltumzugehen, diskutieren wir anhand von Beispielen, unter anderem aus der Sammlung Bibliotheca Afghanica der Universitätsbibliothek Basel.