Solidarität als Erfolgsmodell - die stille Revolution der Frauen im Senegal Senegal gilt (noch) als Stabilitätsanker in Westafrika, doch Klimawandel und Inflation setzen der Bevölkerung zu. Eine neue Frauen-Bewegung, die sich rasch verbreitet, sorgt für Zusammenhalt und soziale Sicherheit für inzwischen über 800'000 Menschen: Die «Solidaritäts-Kalebasse». Die Mitglieder wahren ihre Würde durch anonyme Beiträge – jede gibt, was sie kann. Diese Mittel helfen zinslos und diskret bei Engpässen in Gesundheit, Bildung oder Ernährung. Dank Gruppeneinkäufen und Reinvestition in die Netzwerke benötigen die über 2'500 «Kalebassen» kaum mehr externe Gelder. Wie funktioniert dieses System, das inzwischen sogar das senegalesische Mikrofinanzwesen herausfordert? Und wäre so etwas auch in der Schweiz oder andernorts denkbar?
Vreni Jean-Richard, die den Ansatz seit über 10 Jahren begleitet, gibt Einblick. Danach gibt es Crêpes und Getränke von Suave Kaffee.