Mär

28

Samstag

Antonín Dvořák, Stabat Mater, Freier Chor Zürich

Antonín Dvořák, Stabat Mater, Freier Chor Zürich Kirche Neumünster, Neumünsterstrasse 10, 8008 Zürich Tickets

Credits: FCZH

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Kirche Neumünster, Zürich (CH)

Der Freie Chor Zürich, CantAurora Chur und der Freie Musikkreis Zürich unter Peter Appenzeller bringen 2026 ein selten schönes und selten gespieltes Werk zur Aufführung:

Stabat Mater, Antonín Dvořák

Solisten: Lena Kiepenheuer, Sopran, Lisa May-Appenzeller, Alt, Zacharie Fogal, Tenor, Grégoire May, Bass

Nach der Erstaufführung am 28. März 2026 in Zürich Hottingen findet ein zweites Konzert statt am 21. Juni 2026 in der Klosterkirche Rheinau.

Der Freie Chor Zürich

Einführung in
Stabat Mater (op. 58) von Antonín Dvořák (1841 - 1904)

Als der 34-jährige Antonín Dvořák im Februar 1876 mit der Vertonung des Stabat Mater beginnt, ist wenige Monate zuvor, das neugeboreneTöchterlein Josefa des Ehepaars Dvořák, gestorben. Die erste Fassung der Komposition schreibt Dvořák für Soli und Chor mit Klavierbegleitung.

Die mittelalterliche Dichtung Stabat Mater, deren zehn Strophen vermutlich der Franziskanermönch Jacopone da Todi im 13. Jahrhundert verfasst hat, erzählt in den ersten vier Strophen die Leidensgeschichte Jesu’ in Golgatha und die Schmerzen seiner Mutter angesichts des Tods ihres Sohnes. In den Strophen vier bis acht wechselt die Perspektive: ein Erzähler bittet Maria, ihn an ihren Schmerzen und dem Leiden Jesu’ teilhaben zu lassen. Wiederum eine neue Perspektive in den

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Der Freie Chor Zürich, CantAurora Chur und der Freie Musikkreis Zürich unter Peter Appenzeller bringen 2026 ein selten schönes und selten gespieltes Werk zur Aufführung:

Stabat Mater, Antonín Dvořák

Solisten: Lena Kiepenheuer, Sopran, Lisa May-Appenzeller, Alt, Zacharie Fogal, Tenor, Grégoire May, Bass

Nach der Erstaufführung am 28. März 2026 in Zürich Hottingen findet ein zweites Konzert statt am 21. Juni 2026 in der Klosterkirche Rheinau.

Der Freie Chor Zürich

Einführung in
Stabat Mater (op. 58) von Antonín Dvořák (1841 - 1904)

Als der 34-jährige Antonín Dvořák im Februar 1876 mit der Vertonung des Stabat Mater beginnt, ist wenige Monate zuvor, das neugeboreneTöchterlein Josefa des Ehepaars Dvořák, gestorben. Die erste Fassung der Komposition schreibt Dvořák für Soli und Chor mit Klavierbegleitung.

Die mittelalterliche Dichtung Stabat Mater, deren zehn Strophen vermutlich der Franziskanermönch Jacopone da Todi im 13. Jahrhundert verfasst hat, erzählt in den ersten vier Strophen die Leidensgeschichte Jesu’ in Golgatha und die Schmerzen seiner Mutter angesichts des Tods ihres Sohnes. In den Strophen vier bis acht wechselt die Perspektive: ein Erzähler bittet Maria, ihn an ihren Schmerzen und dem Leiden Jesu’ teilhaben zu lassen. Wiederum eine neue Perspektive in den Strophen neun und zehn: es handelt sich nun um ein Gebet, in dem der Erzähler um die Gnade Gottes am Tag des Jüngsten Gerichts und um Aufnahme in das himmlische Paradies bittet.

Im Oktober 1877, kurz nach dem tragischen Tod auch der beiden anderen Kinder des Ehepaars Dvořák, nimmt Dvořák das Stabat Mater wieder auf, ergänzt die drei fehlenden Strophen und instrumentiert diese Fassung für Soli, Chor und grosses Orchester.

Für den tiefgläubigen Dvořák, der sein Komponieren als Geschenk Gottes versteht, ist die Beschäftigung mit dem Leiden der Gottesmutter Maria bei dem Kreuzestod Jesu’ auch eine Bewältigung des Verlustes seiner geliebten Kinder.

Dvořák vertont die zehn Strophen in jeweils in sich geschlossenen Sätzen, nur die Sätze eins und zehn teilen teilweise das Thema: das einleitende Stabat mater dolorosa, in dem ein Gefühl der Leere, des Schmerzes und der Hoffnungslosigkeit dominiert, wird zu Quando corpus morietur, bekommt jedoch einen anderen Charakter, die Stimmung ist nicht mehr leer und hoffnungslos, sondern ruhig und gelassen und sie wandelt sich in eine lebensbejahende Freude, musikalisch ausgedrückt durch das raschere Tempo und den fulminanten Durchbruch von h-Moll nach D-Dur.

Das in der Orchesterfassung 1880 in Prag uraufgeführte Stabat Mater stellt mit einer Aufführungsdauer von neunzig Minuten das längste geistliche Werk Dvořáks dar. Zusammen mit der Sinfonie Nr. 9 Aus der neuen Welt und den Slawischen Tänzen zählt das Stabat Mater zu Dvořáks bekanntesten und meistgespielten Werken.

Freier Chor Zürich / MK

13. Januar 2026

 

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Freier Chor Zürich

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Ort:

Kirche Neumünster, Neumünsterstrasse 10, Zürich, CH

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Antonín Dvořák, Stabat Mater, Freier Chor Zürich wird organisiert durch:

Freier Chor Zürich