No man is an island
Das Ensemble Le Grand Trianon spielt in einem mitreissenden Programm barocke Schätze aus England für zwei Blockflöten, Gambe, Laute und Cembalo. Werke von Morley, Simpson, Young, Williams, Playford u.a.
Schon um die Jahrhundertwende zum 17. Jahrhundert beschäftigte sich der Dichter John Donne in tiefgründigen Reflexionen mit den zentralen Themen des Lebens wie beispielsweise Liebe, Tod, Religion, Politik und menschliche Natur. Er war bekannt für seine metaphysische Lyrik, tiefsinnige Spiritualität und oft auch zynische Weltanschauung. Seinen Werken liegen komplexe Konzepte zu Grunde; in bildhafter, sinnlicher Sprache, mit raffinierten Wortspielen und mittels kunstvoller Metaphern erforscht er die Tiefen der menschlichen Existenz und weist dabei eine erstaunliche Modernität auf.
Viele Komponisten jener Zeit haben sich mit denselben drängenden gesellschaftlichen und kulturellen Fragen auseinandergesetzt und diese mit ihren Mitteln zu beantworten versucht. So zeigt sich auch die wechselhafte Geschichte Englands direkt in der Musik. Üppige Melodien und raffinierte Harmonien, liebliche Einfachheit oder Eleganz, filigrane Polyphonie und intime Klangschönheit, aber auch schmerzvolle Dissonanzen, komplizierte Metrik und schroffe Kontraste wechseln sich ab und bilden
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No man is an island
Das Ensemble Le Grand Trianon spielt in einem mitreissenden Programm barocke Schätze aus England für zwei Blockflöten, Gambe, Laute und Cembalo. Werke von Morley, Simpson, Young, Williams, Playford u.a.
Schon um die Jahrhundertwende zum 17. Jahrhundert beschäftigte sich der Dichter John Donne in tiefgründigen Reflexionen mit den zentralen Themen des Lebens wie beispielsweise Liebe, Tod, Religion, Politik und menschliche Natur. Er war bekannt für seine metaphysische Lyrik, tiefsinnige Spiritualität und oft auch zynische Weltanschauung. Seinen Werken liegen komplexe Konzepte zu Grunde; in bildhafter, sinnlicher Sprache, mit raffinierten Wortspielen und mittels kunstvoller Metaphern erforscht er die Tiefen der menschlichen Existenz und weist dabei eine erstaunliche Modernität auf.
Viele Komponisten jener Zeit haben sich mit denselben drängenden gesellschaftlichen und kulturellen Fragen auseinandergesetzt und diese mit ihren Mitteln zu beantworten versucht. So zeigt sich auch die wechselhafte Geschichte Englands direkt in der Musik. Üppige Melodien und raffinierte Harmonien, liebliche Einfachheit oder Eleganz, filigrane Polyphonie und intime Klangschönheit, aber auch schmerzvolle Dissonanzen, komplizierte Metrik und schroffe Kontraste wechseln sich ab und bilden ein musikalisches Panoptikum, das die kulturellen und gesellschaftlichen Strömungen dieser Zeit in einer scheinbar endlosen inneren Landschaft widerspiegelt.
In seinem neuen Konzertprogramm spürt das Ensemble Le Grand Trianon diesen Entwicklungen nach und hat dafür nach musikalischen Schätzen für seine Besetzung mit zwei Blockflöten, Gambe, Laute und Cembalo/Orgel gesucht. Mit Werken von Komponisten wie Thomas Morley, Christopher Simpson, John Playford, Nicola Matteis, William Young, Giovanni Coperario oder William Williams lässt Le Grand Trianon das Konzertpublikum in eine faszinierende Zeit eintauchen, in der Musik zu einem Spiegel der menschlichen Emotionen und Erfahrungen wurde.
Freitag, 05.09.2025, 20.00 Uhr: Lenzburg, Stadtkirche
Samstag, 06.09.2025, 19.30 Uhr: Biel, Stadtkirche
Sonntag, 07.09.2025, 17.00 Uhr: Grosser Saal des Klosters, Einsiedeln
Ensemble Le Grand Trianon
Sibylle Kunz, Blockflöte
Martina Joos, Blockflöte
Soma Salat-Zakariás, Viola da Gamba
Johannes Oetzbrugger, Theorbe, Barockgitarre
Johannes Hämmerle, Cembalo
Eintritt frei - Kollekte
Konzert Lenzburg: Eintritt Fr. 35.-/25.-, erm. Fr. 10.-
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