Das Duo Aventure (Blockflöten und Gitarren, Teresa Hackel und Karin Rüdt) spielt im neuen Programm
«Hay Que Caminar» Werke von Charles Uzor (*1961):
ORIRI für Blockflöten, Gitarre und Tape (Erstaufführung, Auftrag des Duo Aventure)
und
Guillaume de Machaut (ca. 1305 - 1377)
Claudin de Sermisy (1490 - 1562)
Miguel de Fuenllana (ca. 1525 – 1590)
John Baldwine (1560 – 1615)
Uzors neues Werk bindet sich in vielfältiger Weise zurück an Werke und Stilistik der musikalischen Renaissance, welche mit Eigenem kontrastieren und verschmelzen. Zwischen den Sätzen von ORIRI werden in diesem Programm Werke der Renaissance vorgetragen, wobei Machauts Rondeau Doulz viaire gracieus Ausgangspunkt für Uzors Komposition ist und in wechselnden Facetten im 2., 3. und 4. Satz in Erscheinung tritt.
Hay que caminar
Alles geht und alles bleibt,
aber das unsere ist es, vorbeizugehen,
vorbeizugehen und Wege zu machen,
Wege über das Meer.
Wanderer, deine Spuren sind
der Weg, und nichts mehr;
Wanderer, es gibt keinen Weg,
man macht den Weg beim Gehen
... (Antonio Machado)
«Diese Verse erinnern mich an Wilhelm Müllers «Winterreise», auch dort gibt es nur das Wandern, nicht das Ziel – wobei Müller und Schubert immerfort aus der Fremde in
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Das Duo Aventure (Blockflöten und Gitarren, Teresa Hackel und Karin Rüdt) spielt im neuen Programm
«Hay Que Caminar» Werke von Charles Uzor (*1961):
ORIRI für Blockflöten, Gitarre und Tape (Erstaufführung, Auftrag des Duo Aventure)
und
Guillaume de Machaut (ca. 1305 - 1377)
Claudin de Sermisy (1490 - 1562)
Miguel de Fuenllana (ca. 1525 – 1590)
John Baldwine (1560 – 1615)
Uzors neues Werk bindet sich in vielfältiger Weise zurück an Werke und Stilistik der musikalischen Renaissance, welche mit Eigenem kontrastieren und verschmelzen. Zwischen den Sätzen von ORIRI werden in diesem Programm Werke der Renaissance vorgetragen, wobei Machauts Rondeau Doulz viaire gracieus Ausgangspunkt für Uzors Komposition ist und in wechselnden Facetten im 2., 3. und 4. Satz in Erscheinung tritt.
Hay que caminar
Alles geht und alles bleibt,
aber das unsere ist es, vorbeizugehen,
vorbeizugehen und Wege zu machen,
Wege über das Meer.
Wanderer, deine Spuren sind
der Weg, und nichts mehr;
Wanderer, es gibt keinen Weg,
man macht den Weg beim Gehen
... (Antonio Machado)
«Diese Verse erinnern mich an Wilhelm Müllers «Winterreise», auch dort gibt es nur das Wandern, nicht das Ziel – wobei Müller und Schubert immerfort aus der Fremde in die Fremde hineingehen, Machado jedoch über das Meer. Ein Wanderer auf dem Pilgerweg ritzte seine Zeilen (nicht ganz korrekt) in die Klostermauer. Auf eigener Pilgerreise in Toledo erkannte der Komponist Luigi Nono die Zeilen hay que caminar, Zeilen, die zur Überschrift eines ganzen Werkzyklus wurden. ORIRI (Gastmahl) betritt Pfade, die meine Musik zu offenen Räumen mit viel Licht, Melos und Resonanz führen sollen… In ORIRI stehen sich Ost und West gegenüber, nicht feindlich, sondern neugierig, in Gastfreundschaft, disputierend. Flöte und Gitarre sind hier Brücken von Ost zu West, von Irak zu Santiago, von Monolog zur Begegnung, vom Disput zum Symposium der Stimmen.»
(Charles Uzor)
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