Nachdem bei CulturAll in den vergangenen Jahren Klassische Indische Musik auf dem Programm stand haben wir uns dieses Jahr entschieden, eines der populärsten Instrumente der Nordindischen Klassischen Musik vorzustellen, nämlich die Sitar.
Das Musikinstrument stammt ursprünglich aus dem persischen Kulturkreis, es soll im 13. Jahrhundert von Amir Chosrau erfunden worden sein. Die heutige Form bildete sich etwa im 17. Jahrhundert heraus. Sie unterscheidet sich deutlich von den persischen Lauten Setar und Tar.
Die Sitar besteht aus einem getrockneten Flaschenkürbis (Kalebasse) als Resonanzkörper mit Holzdecke und einem langen, hohlen Hals, auf dem sich verschiebbare Messingbünde befinden.
Die Sitar hat heute normalerweise zwischen 18 und 20 Saiten. Vier Spielsaiten und drei Bordunsaiten (Chikari), die auf den Grundton und die Quinte der Tonleiter gestimmt und für rhythmische Akzente verwendet werden, verlaufen oberhalb der gebogenen Bundstäbe. Bis zu 13 Resonanzsaiten verlaufen unterhalb der Bundstäbe. Diese werden auf die Skalentöne des gespielten Ragas gestimmt, verstärken den Klang der Obertöne und verstärken den „singenden“ Klang der Sitar. Der Steg (Jovari) hat eine besondere gekrümmte Form, so dass die Saiten nur zum Teil aufliegen und dadurch den eigentümlichen Klang
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Nachdem bei CulturAll in den vergangenen Jahren Klassische Indische Musik auf dem Programm stand haben wir uns dieses Jahr entschieden, eines der populärsten Instrumente der Nordindischen Klassischen Musik vorzustellen, nämlich die Sitar.
Das Musikinstrument stammt ursprünglich aus dem persischen Kulturkreis, es soll im 13. Jahrhundert von Amir Chosrau erfunden worden sein. Die heutige Form bildete sich etwa im 17. Jahrhundert heraus. Sie unterscheidet sich deutlich von den persischen Lauten Setar und Tar.
Die Sitar besteht aus einem getrockneten Flaschenkürbis (Kalebasse) als Resonanzkörper mit Holzdecke und einem langen, hohlen Hals, auf dem sich verschiebbare Messingbünde befinden.
Die Sitar hat heute normalerweise zwischen 18 und 20 Saiten. Vier Spielsaiten und drei Bordunsaiten (Chikari), die auf den Grundton und die Quinte der Tonleiter gestimmt und für rhythmische Akzente verwendet werden, verlaufen oberhalb der gebogenen Bundstäbe. Bis zu 13 Resonanzsaiten verlaufen unterhalb der Bundstäbe. Diese werden auf die Skalentöne des gespielten Ragas gestimmt, verstärken den Klang der Obertöne und verstärken den „singenden“ Klang der Sitar. Der Steg (Jovari) hat eine besondere gekrümmte Form, so dass die Saiten nur zum Teil aufliegen und dadurch den eigentümlichen Klang erzeugen. Der Grundton in der diatonischen Stimmung der Sitar kann individuell – je nach Klangideal – gewählt werden und liegt meistens zwischen C und D. Manche Modelle besitzen einen aufschraubbaren zweiten Korpus kurz vor der Kopfplatte (Tumba), der vor allem die tieferen Frequenzen wiedergibt.
Ein sehr junger, talentierter Meister des Sitars, der aus Indien eingeladen wurde, präsentieren das diesjährige Frühlingskonzert zusammen mit dem Tabla-Maestro Udai Mazumdar
Rohan Dasgupta/Sitar (Kolakata)
Rohan ist ein talentierter Sitarist, ein grosser Künstler und ein aufstrebendes Phänomen in der Interpretation klassischer indischer Musik. Er steht seit jungen Jahren auf der Bühne und verbreitet den Geist der klassischen indischen Musik. Er übte von jung an die hohe Kunst der spirituell inspirierten Klassischen Indischen Musik, welche zur Indore Gharana gehört. Dies brachte ihm ungeheure Komplimente und die Unterstützung seiner Zuhörerinnen und Zuhörer wie seiner Bewunderer aus der ganzen Welt ein. Offen für Neues,
bescheiden und hochbegabt, ist er bestrebt, neues zu erlernen und mit Musikern verschiedenster Stilarten zu wachsen. Rohan spielt weltweit auf zahlreichen Tourneen mit verschiedensten Musikern zusammen.
Udai Mazumdar
Tabla/Musik/Konzept
Udai Mazumdar ist künstlerischer Direktor von CulturAll. Während den letzten 25 Jahren konzertierte er auf der ganzen Welt.
Udai wurde von Schweizer Organisationen zum Kulturbotschafter für Indien ernannt.
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