Die Feinheit der Klangsprachen von Naomi Pinnock und Nuño Fernández Ezquerra verführt dazu, sich in die langsam entspinnenden Klänge einsinken zu lassen wie in verschiedene haptische Texturen. Ihre Musik drängt sich nicht auf, sondern lädt ein, ihr Gehör zu schenken und sich emotional von ihrer beinahe mikroskopischen Klarheit berühren zu lassen.
Nuño Fernández Ezquerra verfasste für Proton bereits 2024 das Werk «Il tempo si riversa verso un orizzonte infinito» und wurde nun im Rahmen der in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia neu gestalteten Ausschreibung «Protonwerk No. 15» für einen grösseren Auftrag ausgewählt.
Naomi Pinnock schreibt erstmals ein Werk für Proton. Die Erosion (als Metapher) ist in den letzten zehn Jahren in ihre Arbeit eingesickert. Geologische Formationen, die durch Abschleifen, Abnutzung und Verwitterung entstehen, faszinieren sie. Eine materielle Welt, die zerfällt und sich auflöst. Wie können diese Erosionsphänomene in der Musik ihren Niederschlag finden?
Ergänzt wird das Konzert von Angeboten einer Floating Meditation und (Klang-) Skulpturen im Foyer der Dampfzentrale, die die Besucher*innen zum individuellen Versinken einladen.
Nuño Fernández Ezquerra *1992, Neues Werk [2026] UA
Naomi Pinnock *1979, Neues Werk [2026] UA