Eine aussergewöhnliche Pflanze an der Schnittstelle von uralter afrikanischer Ritualtradition und moderner Neurowissenschaft: Iboga steht für radikale Selbstbegegnung, tiefgreifende Transformation und das Potenzial, Suchtdynamiken zu unterbrechen. Der Vortrag beleuchtet, wie die «sprechende Wurzel» Bewusstsein verändert und als Katalysator für Neuroplastizität möglicherweise sogar neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson oder MS lindern kann. Zwischen Initiationsritus und klinischer Forschung entfaltet sich das Bild einer Pflanze, die Heilung neu denken lässt.
Tobias Erny ist Co-Director der Global Iboga Therapy Alliance. Aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Basel kommend, begegnete er 2006 erstmals dem therapeutischen Potenzial von Ibogain. Seit 2008 arbeitet er mit der traditionellen Pflanzenmedizin Iboga. Er ist in die Dissoumba-Fang-Tradition des Bwiti initiiert und reist regelmässig nach Gabun. Gemeinsam mit dem Nachtschatten Verlag veröffentlichte er das deutschsprachige Standardwerk zu Iboga und arbeitet heute international in Forschung, Bildung und Praxis.