Die Kirche wird zum Raum eines aussergewöhnlichen, interaktiven Kunstprojekts. In einer einstündigen Performance begegnen sich Musik, Wort, Bild und Licht – und das Publikum wird selbst Teil des künstlerischen Geschehens.
Ausgangspunkt sind Texte aus dem Umfeld der heiligen Wiborada, deren Geschichte bis heute fasziniert. Die Konzertbesucher und -besucherinnen sind eingeladen, eigene Assoziationen oder Gedanken dazu aufzuschreiben.
Diese unmittelbaren, persönlichen Impulse werden im Moment selbst zur Inspirationsquelle: Johannes Lienhart greift sie auf und übersetzt sie mit den Stilmitteln der Orgelimprovisation in Klang. Ohne festgelegte Partitur entsteht Musik im Augenblick – reagierend, deutend, überraschend.
Parallel dazu erschafft der Künstler Keanu Rether live ein vollständiges Gemälde mit der One-Liner-Technik. Mit einer einzigen, ununterbrochenen Linie verdichten sich die Gedanken der Besucher, die Musik und die Atmosphäre des Raumes zu einem Gesamtkunstwerk.
Die Kirche ist während des Konzerts in besondere Farben getaucht, die Klang, Bild und Wort miteinander verbinden und einen intensiven Erfahrungsraum öffnen. So entsteht ein einzigartiges Zusammenspiel aus Improvisation, Teilhabe und künstlerischer Präsenz – ein Projekt, das es in dieser Form nur an diesem Abend gibt.