Hhh – Ahhh ist eine Einzelausstellung des Zürcher Künstlers Tobias Gutmann bei mep und geht von etwas Alltäglichem und zugleich leicht Übersehenem aus: dem Atem. Ausgangspunkt der Ausstellung ist eine intensive Breathwork-Praxis des Künstlers, in der Atmung nicht nur als körperliche Funktion, sondern als Trägerin von Spannung, Wahrnehmung, Erinnerung und Präsenz erfahrbar wird.
Die gezeigten Zeichnungen illustrieren den Atem nicht, sondern entstehen aus ihm heraus. Die Hand folgt dem Ein- und Ausatmen, dem Anhalten, der Verdichtung, der Suspension und dem Loslassen. Auf dem Papier entstehen Spuren körperlicher Erfahrung – Rhythmen, Unterbrechungen, Druck, Konzentration und die Bewegung des Zurückkehrens.
Im Zentrum von Hhh – Ahhh steht die Spannung zwischen Atmung und Atemlosigkeit. Die Arbeiten sind ebenso von Ruhe und Sammlung geprägt wie von Druck, flacher werdendem Atem und den oft unbemerkten Formen des Festhaltens, die sich im Körper ablagern. In diesem Sinn berührt die Ausstellung nicht nur einen persönlichen, meditativen Erfahrungsraum, sondern auch eine gegenwärtige Lebensrealität, die von Beschleunigung, Reizüberflutung und einer zunehmenden Entfremdung vom eigenen Körper geprägt ist.
Die Ausstellung umfasst eine grossformatige
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Hhh – Ahhh ist eine Einzelausstellung des Zürcher Künstlers Tobias Gutmann bei mep und geht von etwas Alltäglichem und zugleich leicht Übersehenem aus: dem Atem. Ausgangspunkt der Ausstellung ist eine intensive Breathwork-Praxis des Künstlers, in der Atmung nicht nur als körperliche Funktion, sondern als Trägerin von Spannung, Wahrnehmung, Erinnerung und Präsenz erfahrbar wird.
Die gezeigten Zeichnungen illustrieren den Atem nicht, sondern entstehen aus ihm heraus. Die Hand folgt dem Ein- und Ausatmen, dem Anhalten, der Verdichtung, der Suspension und dem Loslassen. Auf dem Papier entstehen Spuren körperlicher Erfahrung – Rhythmen, Unterbrechungen, Druck, Konzentration und die Bewegung des Zurückkehrens.
Im Zentrum von Hhh – Ahhh steht die Spannung zwischen Atmung und Atemlosigkeit. Die Arbeiten sind ebenso von Ruhe und Sammlung geprägt wie von Druck, flacher werdendem Atem und den oft unbemerkten Formen des Festhaltens, die sich im Körper ablagern. In diesem Sinn berührt die Ausstellung nicht nur einen persönlichen, meditativen Erfahrungsraum, sondern auch eine gegenwärtige Lebensrealität, die von Beschleunigung, Reizüberflutung und einer zunehmenden Entfremdung vom eigenen Körper geprägt ist.
Die Ausstellung umfasst eine grossformatige zentrale Arbeit, gerahmte Zeichnungen sowie eine Serie kleinerer Arbeiten. Ergänzt wird sie durch ein partizipatives Element, das Besucher:innen dazu einlädt, Zeichnung als Form bewusster Atmung zu erfahren.
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Tobias Gutmann ist ein Schweizer Künstler mit Sitz in Zürich. Seine Praxis bewegt sich zwischen Zeichnung und Performance und beschäftigt sich mit Begegnung, Wahrnehmung und Präsenz. Bekannt wurde er unter anderem durch sein Langzeitprojekt Face-o-mat, in dem abstrakte Porträts aus direkten Begegnungen entstehen und weniger Ähnlichkeit als vielmehr Gegenwärtigkeit sichtbar machen.
Gutmann studierte Storytelling an der Konstfack in Stockholm sowie Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste. Seine Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem im Centre Pompidou, im Museum Haus Konstruktiv und im Ithra Museum.
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