Wir reden in Bildern, spielen mit Puppen, fahren Modelleisenbahn, entwerfen schriftlich oder mit dem Zeichenstift. Wir formen verschiedene Modelle und nehmen so die Realität übungshalber vorweg. Modelle sind Teil der menschlichen Kommunikation. Sie versetzen uns in Vorstellungen ausserhalb unserer Gegenwart.
Die Sonderausstellung im Schloss zeigt verschiedene Arten von Modellen. Zum Beispiel das Architekturmodell, vertreten mit dem Projekt-Modell des Grabser Gässlihus. Oder Spiele aus dem Sammlungsdepot, darunter Modelleisenbahn und Puppenstube. Wir zeigen verschiedene gezeichnete, geschnitzte und gedruckte Vorstellungen des Schlosses, Vorstellungen von früher und heutige Darstellungen unterschiedlicher Art. Und wie sieht das Schloss in der Zukunft aus? Wir haben es vom Walliser Alexandre Rossier als eine Art zukünftiges Lego-Modell bauen lassen. Und der Basler Fabrizio di Salvo lässt seinen kleinen Musikmodellen freies Musizieren. Modelle gibt es auch als Utopien, beispielsweise als ideale Stadt. Historische Karten, sie bilden nur modellhaft die tatsächliche Landschaft ab, gerade so wie man sich damals eben die Welt vorgestellt hatte. Gab es im Mittelalter bereits Modeschauen mit Models oder ist es nur die heutige Art auf dem Laufsteg verschiedene Gewandmodelle zu präsentieren? Wir bringen mittelalterliche Kleidung mit heutiger Präsentation zusammen.