Pfingsten – ein seltsamer Name! Er kommt vom griechischen Pentekoste, zu Deutsch «fünfzig». Fünfzig Tage nach Ostern wurde der Geist gesendet und hat so die junge Kirche erfüllt. Er hat sie in alle Welt geschickt, damit auch in der fernsten Ferne die frohe Botschaft hingebracht werde. Dabei konnte die junge Kirche im jüdischen Festkalender «andocken», welcher den Pfingsttag als «Wochenfest» vorsah. Schon Ostern selbst war einer der grössten jüdischen Festtage.
Ein starker roter Faden verbindet Ostern und Pfingsten, denn Pfingsten schliesst die lange Osterzeit im Feuer und im Sturm ab. Der innere Zusammenhang zeigt: Pfingsten gehört ganz zu Ostern. Mir scheint, dass Pfingsten das Geheimnis der Auferstehung zur vollen Entfaltung bringt. Die Kirche wird damals wie heute gesendet – hinein in die Welt und in alle denkbaren Situationen. Das wunderbarste Zeichen für das Wirken des Geistes in ihrer Mitte ist der Frieden.
Den Festgottesdienst feiern wir gemeinsam am Pfingstsonntag, 24. Mai um 9 Uhr in der Pfarrkirche.
Als Firmspender darf ich nach der Salbung durch den Heiligen Geist zum Neugefirmten sagen: «Der Friede sei mit dir!» Das bedeutet: Geh, bring den Frieden! Du erfährst die Kraft des Gottesgeistes, um unzähligen anderen etwas von seiner wunderbaren Wirkung erfahren zu lassen. Behalte nichts für dich!
Dr. Martin Kopp