120 BPM ist die achte Produktion des 3rd Echelon Theater innerhalb von zwei Jahren. Es ist das dritte neue Stück der zweiten Spielzeit, das im Rahmen einer Residenz im Zeughausareal Uster mit Unterstützung des Areals und der Stadt Uster entstand.
Drei archaische Figuren, die an einen zerbrochenen Chor erinnern, versuchen, die Geschwindigkeit des Todes zu berechnen. Was als statistische Übung beginnt – das Zählen von Todesfällen pro Sekunde – verdichtet sich allmählich zu einem Rhythmus: 120 Schläge pro Minute, dem Tempo des menschlichen Herzens und der Bewegung. Im Verlauf verliert der Tod seinen Ereignischarakter und entfaltet sich als gedehnte, kontinuierliche Infrastruktur.
Zwischen den antiken Moirai und heutigen Kurier*innen angesiedelt, geraten die Figuren in ein System, das sich nicht abschließen lässt. Die auf einem kollektiven Rechercheprozess basierende Performance stellt die Frage, welche Tode gezählt werden, welche verschwinden und warum einige Leben betrauert werden, während andere in der Statistik untergehen.
120 BPM ist eine Lesetragödie, die die Möglichkeit des Zählens selbst infrage stellt: Wenn Tod zum Rhythmus wird, Rhythmus zum System wird und jenseits der Messbarkeit etwas
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120 BPM ist die achte Produktion des 3rd Echelon Theater innerhalb von zwei Jahren. Es ist das dritte neue Stück der zweiten Spielzeit, das im Rahmen einer Residenz im Zeughausareal Uster mit Unterstützung des Areals und der Stadt Uster entstand.
Drei archaische Figuren, die an einen zerbrochenen Chor erinnern, versuchen, die Geschwindigkeit des Todes zu berechnen. Was als statistische Übung beginnt – das Zählen von Todesfällen pro Sekunde – verdichtet sich allmählich zu einem Rhythmus: 120 Schläge pro Minute, dem Tempo des menschlichen Herzens und der Bewegung. Im Verlauf verliert der Tod seinen Ereignischarakter und entfaltet sich als gedehnte, kontinuierliche Infrastruktur.
Zwischen den antiken Moirai und heutigen Kurier*innen angesiedelt, geraten die Figuren in ein System, das sich nicht abschließen lässt. Die auf einem kollektiven Rechercheprozess basierende Performance stellt die Frage, welche Tode gezählt werden, welche verschwinden und warum einige Leben betrauert werden, während andere in der Statistik untergehen.
120 BPM ist eine Lesetragödie, die die Möglichkeit des Zählens selbst infrage stellt: Wenn Tod zum Rhythmus wird, Rhythmus zum System wird und jenseits der Messbarkeit etwas anderes weiterbesteht.
Dauer: 65 Minuten
Sprache: Deutsch
Credits:
Daniil Posazhennikov — Regie, Dramaturgie, Szenografie, Kostüme
Regina Raimjanova, Roman Meyer, Mira Tyrina — Performer*innen, Ko-Szenografie
Tsz Hei Fung — Grafikdesign
Über das 3rd Echelon Theater:
Das 3rd Echelon Theater ist eine performative und prozessuale Forschungsplattform, die mit research-basierten Produktionen arbeitet und neue Theaterformen in Zürich entwickelt. Gegründet von Regina Raimjanova und Daniil Posazhennikov realisierte das Theater in seiner ersten Spielzeit (2024/2025) vier Premieren und über dreißig Vorstellungen. Das 3rd Echelon Theater wurde von der NZZ am Sonntag als eines der kulturellen Highlights des Jahres hervorgehoben und schloss erfolgreich seine erste Crowdfunding-Kampagne ab.
In der zweiten Spielzeit (2025/2026) fand die jüngste Premiere CAST* im Genre der Live-Cinema-Performance im Kino Filmpodium Zürich statt. Die Produktion @ENDEngel55, die im Januar 2026 im Theater der Künste uraufgeführt wurde, wird im Rahmen des Festivals „Körber Studio Junge Regie“ im Thalia Theater in Hamburg präsentiert.
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