Philipp Langenegger liest solo aus den Memoiren von Grock – dem Jahrhundertclown
und einem der aussergewöhnlichsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts.
Nach den erfolgreichen Aufführungen mit Musik wird der Abend nun in einer
reduzierten, besonders unmittelbaren Form gezeigt: ganz ohne musikalische Begleitung,
nur mit Text, Stimme und Präsenz. Gerade diese Konzentration macht die Lesung
intensiv und nah. Im Zentrum stehen Grocks eigene Erinnerungen – sein Aufstieg vom
einfachen Artistenkind zum weltberühmten Clown, seine unermüdliche Suche nach
Präzision, sein Humor, seine Melancholie und der Mensch hinter der Maske.
Philipp Langenegger führt das Publikum mit sprachlicher Kraft, feinem Gespür und
erzählerischer Lebendigkeit durch ein Leben voller Glanz, Disziplin, Zweifel und grosser
Bühnenmomente. Die Solo-Fassung zeigt eindrücklich, wie stark Grocks Geschichte
auch ohne äussere Mittel wirkt: als berührendes Künstlerporträt, als Stück Schweizer
Kulturgeschichte und als Abend über die Kraft des Theaters.
Ein erfolgreicher, dichter und berührender Leseabend – reduziert in der Form, reich in
der Wirkung.