Jun

7

Sonntag

Lesung: Malte will nicht kämpfen

Lesung: Malte will nicht kämpfen Theater Ost, Moriz-Seeler-Straße 1, 12489 Berlin Tickets

Credits: Tappert

Türöffnung:
-
Theater Ost, Berlin (DE)

MALTE WILL NICHT KÄMPFEN

Malte ist 22, gewaltfrei erzogen, schlecht im Schwimmen, mittel im Leben und groß im Nicht-Wollen. Als die Wehrpflicht zurückkehrt, landet er in einer Kaserne, die sich wie ein schlecht belüfteter Witz anfühlt. Doch Malte will nicht kämpfen – nicht mit der Waffe, nicht mit dem Leben, nicht einmal mit dem Wecker. Zwischen Feldbett, Gedankensturm und Erinnerungen an Frida, die gerade barfuß um die Welt reist, beginnt eine Reise ohne Richtung; durch Krefeld, Ängste, das große Ungefähre. Und dort wo Malte niemals hinreisen könnte, fährt Frida entlang. Viel Geld, jede Menge Zeit und trotzdem suchend. Ein Roman über Widerstand ohne Waffen, Identität ohne Uniform und die leise Kraft des Dableibens.

Bei uns zu Gast:

Stefan Tappert /Autor & Lesung

Jahrgang 1974, ist Autor, Medienunternehmer und gelernter Journalist mit einem feinen Gespür für gesellschaftliche Zwischentöne. Nach seinem Studium in Dresden und Stationen bei Radio, Fernsehen und digitalen Medien gründete er sein eigenes Unternehmen im Bereich Storytelling und Kampagnenentwicklung. Momentan ist er bei der Ostdeutschen Medienholding GmbH beschäftigt. Seine berufliche Laufbahn ist geprägt von der Verbindung aus journalistischer Präzision und kreativer Erzählkunst. Mit „Malte will nicht

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MALTE WILL NICHT KÄMPFEN

Malte ist 22, gewaltfrei erzogen, schlecht im Schwimmen, mittel im Leben und groß im Nicht-Wollen. Als die Wehrpflicht zurückkehrt, landet er in einer Kaserne, die sich wie ein schlecht belüfteter Witz anfühlt. Doch Malte will nicht kämpfen – nicht mit der Waffe, nicht mit dem Leben, nicht einmal mit dem Wecker. Zwischen Feldbett, Gedankensturm und Erinnerungen an Frida, die gerade barfuß um die Welt reist, beginnt eine Reise ohne Richtung; durch Krefeld, Ängste, das große Ungefähre. Und dort wo Malte niemals hinreisen könnte, fährt Frida entlang. Viel Geld, jede Menge Zeit und trotzdem suchend. Ein Roman über Widerstand ohne Waffen, Identität ohne Uniform und die leise Kraft des Dableibens.

Bei uns zu Gast:

Stefan Tappert /Autor & Lesung

Jahrgang 1974, ist Autor, Medienunternehmer und gelernter Journalist mit einem feinen Gespür für gesellschaftliche Zwischentöne. Nach seinem Studium in Dresden und Stationen bei Radio, Fernsehen und digitalen Medien gründete er sein eigenes Unternehmen im Bereich Storytelling und Kampagnenentwicklung. Momentan ist er bei der Ostdeutschen Medienholding GmbH beschäftigt. Seine berufliche Laufbahn ist geprägt von der Verbindung aus journalistischer Präzision und kreativer Erzählkunst. Mit „Malte will nicht kämpfen“ widmet er sich erstmals intensiv der literarischen Gegenwart und den Fragen einer orientierungssuchenden Generation. Tappert lebt mit seiner Familie am Seddiner See und arbeitet an weiteren erzählerischen Projekten.

Sabine Kühn /Lesung

Jahrgang 1966. Nach dem Abitur studierte Sabine Kühn von 1993 bis 1998 an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig Schauspiel. Bereits während ihres Studiums stand sie in verschiedenen Inszenierungen des Leipziger Theaters auf der Bühne. Es folgte ein Engagement an den Bühnen der Stadt Gera in Thüringen. 1993 wechselte Kühn dann als Moderatorin zum MDR-Fernsehen in Thüringen. Sie übernahm dort die Sendungen „ARD vor 8“ und später das „MDR Thüringen Journal“. Die nächste Station war das IA Fernsehen, der erste private Regionalsender Deutschlands. Daran schlossen sich die Hauptnachrichten bei RTL II, das „Abendjournal“ und das „Heimatjournal“ beim Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) an. Beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) übernahm Kühn Redaktion und Moderation des „3sat Ländermagazins“. Schließlich stand sie lange beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) vor der Kamera, unter anderem für das „Nordmagazin“, das die Rubrik „Land und Leute“ beinhaltete, den „Hanseblick“ und die Verbraucherschutzsendung „Kühn und Kollegen“. Seit 2019 arbeitet Sabine Kühn vorrangig hinter der Kamera. Sie leitet Seminare, ist als Sprecherin tätig und entwickelt Fernseh- und Online-Formate. Zudem übernimmt sie Moderationen von Veranstaltungen.

Aus einer Vorab-Rezension ( Marlen Plönzke /Buchhändlerin )

Es gibt Romane, die vom Krieg erzählen. Und es gibt Romane, die vom Nicht-Kämpfen handeln. Stefan Tapperts Entwurf zu „Malte will nicht kämpfen“gehört entschieden zur zweiten Kategorie – und gerade darin liegt seine literarische Sprengkraft. Im Mittelpunkt steht Malte, 22 Jahre alt, Bewohner einer müden westdeutschen Stadt und Meister der passiven Verweigerung. Als im Jahr 2025 die Wehrpflicht zurückkehrt, gerät er in eine Welt aus Befehlen, Uniformen und Erwartungen, die ihm so fremd ist wie ein schlecht sitzender Anzug. Doch Malte rebelliert nicht laut. Er schreit nicht, er organisiert keinen Widerstand. Sein Protest ist leiser: Er will schlicht nicht kämpfen. Nicht gegen Menschen, nicht gegen das System – und am liebsten auch nicht gegen den Wecker am Morgen.

Tapperts Text bewegt sich dabei auf einem schmalen Grat zwischen melancholischer Gesellschaftsbeobachtung und lakonischem Humor. Die Kulisse des Romans – ein graues Krefeld zwischen Tauben, Beton und leerer Zukunft – wirkt wie ein Symbol für eine Generation, die alles darf, aber kaum weiß, was sie eigentlich will. Malte ist kein Held. Er ist ein Flaneur der Ratlosigkeit, ein junger Mann, der mehr denkt, als handelt, und dessen größte Revolution darin besteht, einfach stehenzubleiben.

Literarisch erinnert der Ton stellenweise an eine Mischung aus Popliteratur und poetischem Tagebuch. Kurze Gedichte, ironische Dialoge und philosophische Notizen wechseln sich ab. Immer wieder taucht Frida auf – eine Freundin oder vielleicht mehr, die barfuß durch Südamerika reist und damit zum Gegenbild von Maltes Stillstand wird. Während sie die Welt erkundet, versucht er zu verstehen, warum ihm schon ein Schritt vor die eigene Haustür wie ein Marschbefehl vorkommt.

Was Tapperts Stoff interessant macht, ist nicht die Militärgeschichte. Es ist die Frage nach Freiheit. Der Roman stellt sie radikal: Was bedeutet Freiheit für eine Generation, die theoretisch alles sein kann, aber innerlich oft orientierungslos bleibt? Ist Nichtstun Feigheit – oder eine Form des Widerstands?

Gerade diese existenzielle Unsicherheit trägt den Text. Tappert beschreibt eine Gegenwart, in der Lebensentwürfe so flüchtig sind wie Instagram-Stories. Maltes Verweigerung wirkt deshalb weniger wie politischer Protest als wie ein Symptom der Zeit: das Gefühl, dass die Welt Erwartungen formuliert, ohne noch erklären zu können, warum.

Der Ton ist dabei zugleich bissig und zärtlich. Zwischen Ironie und Selbstzweifel entsteht ein Porträt eines jungen Mannes, der nicht weiß, wohin – und genau deshalb stellvertretend für viele steht.

Wenn dieser Roman sein Versprechen einlöst, könnte „Malte will nicht kämpfen“ mehr werden als eine Geschichte über Wehrpflicht. Es wäre ein Buch über eine Generation im Wartemodus – und über die stille, manchmal fast komische Tragik des Nicht-Wollens.

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Theater Ost

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Infos

Ort:

Theater Ost, Moriz-Seeler-Straße 1, Berlin, DE

Veranstalter:in

Lesung: Malte will nicht kämpfen wird organisiert durch:

Theater Ost