Am vergangenen 1. September feierte Bücher Balmer sein 75-jähriges Firmenjubiläum – am 21. Dezember 2025 beging Thomas Hürlimann seinen 75. Geburtstag. Was führt diese Anlässe zusammen? Da ist zum einen der Zuger Schriftsteller, der zu den wichtigsten Stimmen der Gegenwart zählt. Da ist zum anderen Christoph Balmer, der mehr als 40 Jahre als Unternehmer tätig ist. Mit beiden Jubilaren verbinden sich literarische, lokal-historische und persönliche Geschichten. Sie sollen an diesem Abend zum Tragen kommen.
Für Schriftsteller Thomas Hürlimann (*21.12.1950) ist Zug weit mehr als nur ein Geburtsort. Die Stadt fungiert in seinem Werk als eine Art «Urmeter» – ein Mikrokosmos, an dem er sich den grossen Fragen der Schweizer Identität, der katholischen Tradition und der eigenen Familiengeschichte gestellt hat. Zug ist für ihn auch eine literarische Bühne, indem er die Stadt und ihre weitere Umgebung, besonders auch die Stiftsschule Einsiedeln, zum Schauplatz vieler seiner Texte gemacht hat. Eine zentrale Rolle spielen auch seine Eltern Marie-Theres und Hans Hürlimann, deren Einfluss in fast jedem seiner autobiografisch gefärbten Werke spürbar sind. Thomas Hürlimann kehrte 2001 nach rund 25 Jahren in Berlin in seine Heimatregion zurück und lebt seither in Walchwil. Als Buchautor und
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Am vergangenen 1. September feierte Bücher Balmer sein 75-jähriges Firmenjubiläum – am 21. Dezember 2025 beging Thomas Hürlimann seinen 75. Geburtstag. Was führt diese Anlässe zusammen? Da ist zum einen der Zuger Schriftsteller, der zu den wichtigsten Stimmen der Gegenwart zählt. Da ist zum anderen Christoph Balmer, der mehr als 40 Jahre als Unternehmer tätig ist. Mit beiden Jubilaren verbinden sich literarische, lokal-historische und persönliche Geschichten. Sie sollen an diesem Abend zum Tragen kommen.
Für Schriftsteller Thomas Hürlimann (*21.12.1950) ist Zug weit mehr als nur ein Geburtsort. Die Stadt fungiert in seinem Werk als eine Art «Urmeter» – ein Mikrokosmos, an dem er sich den grossen Fragen der Schweizer Identität, der katholischen Tradition und der eigenen Familiengeschichte gestellt hat. Zug ist für ihn auch eine literarische Bühne, indem er die Stadt und ihre weitere Umgebung, besonders auch die Stiftsschule Einsiedeln, zum Schauplatz vieler seiner Texte gemacht hat. Eine zentrale Rolle spielen auch seine Eltern Marie-Theres und Hans Hürlimann, deren Einfluss in fast jedem seiner autobiografisch gefärbten Werke spürbar sind. Thomas Hürlimann kehrte 2001 nach rund 25 Jahren in Berlin in seine Heimatregion zurück und lebt seither in Walchwil. Als Buchautor und Dramatiker, als wacher Zeitgenosse und «kritischer Chronist» ist er regelmässig zu hören und zu lesen. Als grossartigen Geschichtenerzähler begeisterte er das Publikum bisher mit vier Lesungen bei Bücher Balmer.
Christoph Balmer (*25.8.1953) übernahm das väterliche Geschäft 1978 mit 25 Jahren, nachdem sein Vater Hans Rudolf Balmer überraschend verstorben war. Nach Buchhändlerlehre und Berufspraxis in Basel, Oxford und Stuttgart bekam er die Chance, das Familienunternehmen weiter auszubauen und zu modernisieren. Für nunmehr 48 Jahre hat er sich nicht nur für das Buch und das Lesen, sondern als Ehrenamtlicher auch für das Zuger Literatur-, Musik- und Kulturleben eingesetzt. Von Basel her kommend hatten seine Eltern Irène und Hans Rudolf Balmer-ab Egg zum 1. September 1950 die bestehende Buchhandlung Strübin-Blattmer an der Bahnhofstrasse 20 gekauft. Was als kleiner Familienbetrieb begann, entwickelte sich mit Bücher Balmer zu einem der bedeutendsten schweizerischen Buchhandelsunternehmen mit Detailhandel, Verlag und Verlagsauslieferung. Die ersten 28 Jahre waren geprägt von der Persönlichkeit Hans Rudolf Balmers, der nicht nur wichtige geschäftliche Entscheidungen traf, sondern auch das damalige literarische Leben in Zug prägte und als kritischer Zeitgenosse Ausrufezeichen ins öffentliche Leben setzte.
Eintritt: Fr. 15.–, mit Kundenkarte Fr. 10.–
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