Nach jahrelanger Forschung in entlegenen Fledermaushöhlen geraten drei Wissenschaftler:innen während Covid-19 in den Fokus der Politik und schwerer Anschuldigungen. Zhengli Shi, Linfa Wang und Peter Daszak hatten bereits 2005 vor der Pandemiegefahr durch SARS-Erreger in Fledermäusen gewarnt. Im Jahr 2013 gab Linfa Wang zu Protokoll: «Ich bin mir ziemlich sicher, dass in den nächsten zehn Jahren ein von Fledermäusen übertragenes Killervirus auftauchen wird.» Als Corona Jahre später die Welt überrollte, mussten sich ausgerechnet diejenigen rechtfertigen, die einst vor der Pandemie warnten und überhört wurden. Eine Reflexion über die Beziehungen zwischen Wissenschaft, Politik und Medien.«Die investigative Doku selbst behandelt die giftigen Anschuldigungen und haarsträubenden Spekulationen mit wohltuender Sachlichkeit. Daneben bezieht ‹Blame› viel Kraft aus der Ruhe, welche die symbolstarken Bilder der Kameraleute Peter Indergand und Filip Zumbrunn ausstrahlen. (…) ‹Ich habe keinen Anspruch auf eine absolute Wahrheit›, sagt Christian Frei zum Abschluss unseres Gesprächs über seinen Film. Wichtig sei ihm lediglich, dass dieser eine überfällige Aufgabe erfülle: ‹Es ist Zeit, dass wir den drei Forschenden im Zentrum dieser Aufregungen und fiebrigen Debatten mal zuhören.›» (Selim
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Nach jahrelanger Forschung in entlegenen Fledermaushöhlen geraten drei Wissenschaftler:innen während Covid-19 in den Fokus der Politik und schwerer Anschuldigungen. Zhengli Shi, Linfa Wang und Peter Daszak hatten bereits 2005 vor der Pandemiegefahr durch SARS-Erreger in Fledermäusen gewarnt. Im Jahr 2013 gab Linfa Wang zu Protokoll: «Ich bin mir ziemlich sicher, dass in den nächsten zehn Jahren ein von Fledermäusen übertragenes Killervirus auftauchen wird.» Als Corona Jahre später die Welt überrollte, mussten sich ausgerechnet diejenigen rechtfertigen, die einst vor der Pandemie warnten und überhört wurden. Eine Reflexion über die Beziehungen zwischen Wissenschaft, Politik und Medien.«Die investigative Doku selbst behandelt die giftigen Anschuldigungen und haarsträubenden Spekulationen mit wohltuender Sachlichkeit. Daneben bezieht ‹Blame› viel Kraft aus der Ruhe, welche die symbolstarken Bilder der Kameraleute Peter Indergand und Filip Zumbrunn ausstrahlen. (…) ‹Ich habe keinen Anspruch auf eine absolute Wahrheit›, sagt Christian Frei zum Abschluss unseres Gesprächs über seinen Film. Wichtig sei ihm lediglich, dass dieser eine überfällige Aufgabe erfülle: ‹Es ist Zeit, dass wir den drei Forschenden im Zentrum dieser Aufregungen und fiebrigen Debatten mal zuhören.›» (Selim Petersen, srf.ch, 5.4.25)«Der Film liefert schlüssige Fakten und er emotionalisiert. Und Frei positioniert sich klar und deutlich als Stimme der Vernunft gegen die Dämonen der Demagogie. Dass er dabei beide auf der Leinwand etwas grösser macht, ist ein erprobter filmischer Kunstgriff.» (Michael Sennhauser, Sennhausersfilmblog.ch, 4.4.25)Fr, 20. Februar, 19.30 Uhr: Im Anschluss an die Vorstellung Regiegespräch mit Christian Frei, moderiert von Annina Wettstein (Festivalkuratorin).
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