Bahram ist ein international gefeierter Filmemacher, doch in seiner Heimat Iran durfte keiner seiner Filme je im Kino gezeigt werden. Als das Kulturministerium ihm auch für sein neuestes Werk die Genehmigung verweigert, hat er genug. Gemeinsam mit seiner unerschrockenen Produzentin Sadaf beschliesst er, eine heimliche Vorführung zu organisieren, um seinen Film endlich den Menschen zu zeigen, für die er eigentlich gedacht ist. Auf der Suche nach einem geeigneten Ort düsen sie auf einer rosaroten Vespa durch Teheran und erleben eine Reihe absurder Begegnungen – mit einem eitlen Schauspielstar, einem süffisanten Kinobetreiber, einem selbsternannten Propheten –, bis sie schliesslich bei einer reichen Tierschützerin landen, die ihnen ihr stattliches Wohnzimmer zur Verfügung stellen will … Mit trockenem Humor und feinem Gespür für die Absurdität bürokratischer Macht erzählt Regisseur Ali Asgari eine ebenso verspielte wie politische Geschichte über Zensur, staatliche Gängelung und kreative List. Die Reise durch Teheran wird zu einer dantesken Odyssee durch ein System voller Widersprüche, in der sich Realität und Fiktion spiegeln. Sowohl in den Haupt- als auch in den Nebenrollen spielen bekannte iranische Filmschaffende fiktive Versionen ihrer selbst. Ein kluger, selbstreflexiver Film über das Kino als Ort der Freiheit – und als Akt des Widerstands.

 

Total: XX.XX CHF

Infos

Ort:

Kinok – Cinema in der Lokremise, Grünbergstrasse 7, St. Gallen, CH

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