Der Kunstmaler Manfred Weil, wurde am 29.11.1920 in Köln geboren und starb am 6.5.2015 in Meckenheim bei Bonn. Sein Vater Emil Weil stammte aus einer jüdischen Familie in Eichstetten am Kaiserstuhl. Als Manfred Weil und sein Bruder Anatol Kinder waren, fuhr der Vater gelegentlich mit ihm nach Eichstetten, um die Oma und die Tante zu besuchen, die dort einen kleinen Laden führte.
Der jüdische Rheinländer Manfred Weil floh aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Belgien, begann sein Studium an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Antwerpen, bis auch dort die deutsche Wehrmacht einmarschierte und er von Belgien als «feindlicher Ausländer» gemeinsam mit seinem Vater nach Frankreich deportiert wurde. Im Konzentrationslager Gurs traf er auch einen Teil der Familie wieder. Die Begegnung mit einem jungen Mädchen aus Eichstetten erinnerte ihn in all dem Elend des Lagers an sein Mensch-Sein und motivierte ihn zur Flucht aus dem KZ Gurs und dann kreuz und quer durch Europa bis in die Schweiz. Die Schweiz rettete ihm das Leben, doch «man hat uns teilweise wie Sklaven behandelt», sagt er im Film.
Seine Geschichte erzählt der zweistündige Dokumentarfilm des Regisseurs Werner Müller: «MICH KRIEGT IHR NICHT! Die abenteuerliche Odyssee des Manfred
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Der Kunstmaler Manfred Weil, wurde am 29.11.1920 in Köln geboren und starb am 6.5.2015 in Meckenheim bei Bonn. Sein Vater Emil Weil stammte aus einer jüdischen Familie in Eichstetten am Kaiserstuhl. Als Manfred Weil und sein Bruder Anatol Kinder waren, fuhr der Vater gelegentlich mit ihm nach Eichstetten, um die Oma und die Tante zu besuchen, die dort einen kleinen Laden führte.
Der jüdische Rheinländer Manfred Weil floh aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach Belgien, begann sein Studium an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Antwerpen, bis auch dort die deutsche Wehrmacht einmarschierte und er von Belgien als «feindlicher Ausländer» gemeinsam mit seinem Vater nach Frankreich deportiert wurde. Im Konzentrationslager Gurs traf er auch einen Teil der Familie wieder. Die Begegnung mit einem jungen Mädchen aus Eichstetten erinnerte ihn in all dem Elend des Lagers an sein Mensch-Sein und motivierte ihn zur Flucht aus dem KZ Gurs und dann kreuz und quer durch Europa bis in die Schweiz. Die Schweiz rettete ihm das Leben, doch «man hat uns teilweise wie Sklaven behandelt», sagt er im Film.
Seine Geschichte erzählt der zweistündige Dokumentarfilm des Regisseurs Werner Müller: «MICH KRIEGT IHR NICHT! Die abenteuerliche Odyssee des Manfred Weil» in dem dieser – über 90-jährig noch einmal die Schauplätze seiner Flucht und Verfolgung besucht und auf Spurensuche geht.
Die Dokumentation begleitet ihn auf seinen Reisen und gibt dabei einen Einblick in die Lage jüdischer Flüchtlinge in Belgien, Frankreich und der Schweiz während der nationalsozialistischen Verfolgung. Dass sie kein Blick zurück im Zorn ist, verdankt sie vor allem dem kölsch-jüdischen Humor und dem ausgeprägten Lebenswillen des Protagonisten. Ein historisches Roadmovie der besonderen Art. Ein wichtiger Dokumentarfilm über die abenteuerliche Geschichte eines Über-Lebens-Künstlers hinaus. Dabei bewegend, unterhaltsam, künstlerisch mit viel Bildwitz und Poesie gemacht. Ein Film für Jung und Alt und Mittelalt.
Im Anschluss an die Filmvorführung steht Schulamith Weil für ein Gespräch zur Verfügung.
Eine kleine Auswahl an Gemälden gibt Einblick in die Kunst, die Manfred Weils Leben nach dem Krieg prägte, sie war ihm Beruf, Lebensunterhalt, Trost und Freude.
Die Filmvorführung findet im Diogenes Theater in der Prestegg statt.
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